"Konsument" analysiert Anti-Aging-Präparate

Positive Effekte nicht wissenschaftlich belegt. Vorsicht vor Präparaten aus dem Web.

Wien (OTS) - Alt werden, aber nicht alt sein - wer träumt nicht davon? So manche vertrauen dabei aber nicht allein auf einen gesunden Lebenswandel mit ausgewogener Ernährung und Bewegung, sondern helfen mit Anti-Aging-Präparaten und dergleichen nach. "Konsument" hat eine Marktübersicht von neun in Drogerien und Apotheken erhältlichen Präparaten zur oralen Einnahme erstellt. Das Fazit:
Anti-Aging-Präparate sind zwar teuer, schützen aber nicht vor Alterung.

Bei den in Drogerien und Apotheken angebotenen Produkten handelt es sich meist um Nahrungsergänzungsmittel (NEM), die keine Krankheiten lindern oder heilen und daher auch nicht dementsprechend beworben werden dürfen. Zumindest aber loben sieben von neun erhobenen Präparaten dezidiert eine Anti-Aging-Wirkung aus. Zwei weitere Mittel, die in den Vergleich miteinbezogen wurden, "Supradyn Vital 50 plus" und "natura fit Beauty Kapseln", wurden unseren Testern in der Apotheke ausgehändigt, als sie um ein Anti-Aging-Präparat fragten.

Ein genauerer Blick auf Präparate wie "Figureform Anti Aging" oder "Orgavital Anti Age Caps" zeigte, dass die Anti-Aging-Wirkung der enthaltenen Substanzen entweder nicht wissenschaftlich belegt ist bzw. diese ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn sie als Bestandteil eines gewachsenen Nahrungsmittels aufgenommen werden. Dazu kommt noch, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auch mit Risiken verbunden sein kann. Vor allem bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten ist die Rücksprache mit einem Arzt dringend angeraten. Auch die langfristige Anwendung von Multivitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementenpräparaten wie "Supradyn" und "natura fit" wird kontrovers beurteilt, da die Dosierung häufig nicht dem individuellen Bedarf entspricht. Eine Anwendung erscheint nur bei tatsächlich vorliegenden allgemeinen Mangelzuständen unter ärztlicher Aufsicht sinnvoll.

Zurückhaltung ist auch beim Bezug von Präparaten aus dem Internet geboten. Berichte begeisterter Anwender sind mit Vorsicht zu genießen, da diese nur schwerlich auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfbar und ohne kontrollierte klinische Studien im Grunde genommen nicht aussagekräftig sind. Der Weisheit letzter Schluss: Die beste Medizin gegen Alterung ist nach wie vor ein gesunder und ausgewogener Lebensstil.

Nähere Informationen über Zusammensetzung und Wirksamkeit der Präparate erfahren Leser im Oktober-"Konsument" und online auf www.konsument.at.

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Mag. Sabine Burghart
Öffentlichkeitsarbeit
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