Hradecsni: Rückholaktionen bei Produkten kommen zu spät

Grüne fordern staatliche Kontrollen und verpflichtende Produktsicherheitsstandards

Wien (OTS) - "Wie die letzten aktuellen Fälle gezeigt haben, gehen Rückrufaktionen immer von den Herstellern aus und diese auch nicht immer rechtzeitig", erklärt die KonsumentInnenschutz-Sprecherin der Grünen, Bettina Hradecsni. So gab es in den USA drei Fälle von Kindern, die aufgrund innerer Blutungen notoperiert werden mussten, da sie Magnetteile verschluckt hatten. Erst danach kam es zu einer Rückrufaktion des betroffenen Spielzeugs.
"Nach der geltenden Rechtslage haben in erster Linie die Hersteller bzw. Händler sicher zu stellen, dass keine gefährlichen Produkte auf den Markt kommen. Auch das bekannte CE-Zeichen trägt nur scheinbar zu mehr Sicherheit bei, da dieses nur bedeutet, dass ein Produkt den Sicherheitsstandards der EU entspricht. Dieses Zeichen wird jedoch von den Herstellern selbst vergeben. Vor dem in Verkehr bringen von Produkten gibt es also keine staatliche Kontrolle", erläutert Hradecsni und fordert daher in ihrem Entschließungsantrag, dass "staatliche Kontrollen schon vor dem in Verkehr bringen statt finden müssen und verpflichtende Produktsicherheitsstandards eingeführt werden, die von einer unabhängigen Stelle überprüft werden und der Verstoß gegen Sicherheitsstandards strenger sanktioniert wird".

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001