Unternehmen für europaweit einheitliche Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage

Wien (OTS) - Deutliche Zustimmung der Wirtschaft zu einer
EU-weiten Unternehmensbesteuerung. Mehrheit rechnet bis 2015 mit dem neuen Steuersystem. Große Zustimmung auch für europaweit einheitlichen Steuersatz - derzeit 27 unterschiedliche Steuersätze.

Die Steuerfachleute der europäischen Großunternehmen sprechen sich eindeutig für den Vorschlag der EU-Kommission aus, europaweit eine einheitliche Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage einzuführen - so lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie von KPMG International.

Über 400 Führungskräfte in Finanz- und Steuerabteilungen der größten Unternehmen aller 27 EU-Länder und der Schweiz wurden zu ihren Ansichten über die Pläne der EU-Kommission zur Einrichtung einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (CCCTB) befragt.

Die Pläne von EU-Kommissar László Kovács sehen vor, dass für die in mehr als einem EU-Mitgliedsstaat tätigen Unternehmen eine einzige, EU-weit gültige Bemessungsgrundlage angewendet werden soll und nicht, wie derzeit die Praxis, 27 verschiedene. Die Gewinne würden dann auf die einzelnen Länder, in denen das Unternehmen tätig ist, verteilt und dort nach den jeweils gültigen Steuersätzen versteuert.

Dieser Vorschlag wird von 78 Prozent der befragten Studienteilnehmer aus ganz Europa unterstützt. Die Steuerfachleute aus der Tschechischen Republik, Dänemark und Spanien sprechen sich zu 100 Prozent dafür aus, jene aus Italien zu 96 Prozent, 90 Prozent aus Griechenland, Luxemburg, Polen, Rumänien, Slowenien und Schweden, aus Deutschland 84 Prozent und aus Österreich, Finnland, Ungarn und Portugal 80 Prozent. Von den großen Wirtschaftsmärkten sind die britischen Teilnehmer am skeptischsten: Nur 62 Prozent sprechen sich für den Vorschlag der EU-Kommission aus und 32 Prozent dagegen. In Irland und der Slowakei sind die Steuerfachleute sogar mit je 50 Prozent dagegen.

Die EU-Kommission betont zwar, dass mit diesem Vorschlag kein einheitlicher Unternehmenssteuersatz für die EU bezweckt wird, jedoch gaben 69 Prozent der Befragten an, dass zusätzlich zu einer gemeinsamen Bemessungsgrundlage ein einheitlicher Steuersatz für Gesamteuropa erstrebenswert sei.

"Die Umfrage zeigt, dass der Wunsch der Wirtschaft nach einem harmonisierten Steuersystem eindeutig ist. Es steht allerdings in den Sternen, ob letztendlich ein politischer Konsens unter den EU-Mitgliedsstaaten gefunden wird", so Hans Zöchling, Geschäftsführer der KPMG.

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