Grüne Wien/Ellensohn warnt: "Sinkende Löhne, steigende Armut"

Wien besonders betroffen - SozialhilfebezieherInnen seit 2000 verdoppelt

Wien (OTS) - Der Stadtrat der Grünen Wien, David Ellensohn,
fordert angesichts der sinkenden Reallöhne und der zunehmenden Armut in Wien die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, eine Grundsicherung und die Anhebung der vermögensbezogenen Steuern auf OECD-Schnitt. "Die Wifo-Studie führt uns die harte und unsoziale Realität in Österreich vor Augen: Trotzdem die Wirtschaft floriert, sind die Reallöhne heute niedriger als 1991. Gleichzeitig stiegen in dieser Zeit die Einkommen aus Gewinn, Besitz und Vermögen exorbitant. Die verantwortlichen PolitikerInnen sehen offensichtlich trotzdem keinen Handlungsbedarf", kritisiert Ellensohn.

"Die Menschen können sich für ihren Lohn immer weniger leisten. Die Armut ist in Österreich auf dem Vormarsch. Über eine Million ÖsterreicherInnen leben an oder unter der Armutsschwelle. Allein in Wien hat sich die Zahl der SozialhilfebezieherInnen seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt, viele davon sind "working poor", also Menschen, die trotz Vollzeitjob von Armut betroffen sind. Angesichts dieser fatalen Entwicklung ist es unglaublich, dass Österreich bei den Steuern auf Gewinn und Vermögen Schlusslicht in der EU ist", so Ellensohn.

Die Grünen Wien fordern einen gesetzlichen Mindestlohn in der Höhe von sieben Euro pro Stunde, massive Investitionen in die Bildung und eine Grundsicherung in der Höhe der ökonomischen Armutsgefährdungsschwelle (derzeit 900 Euro). Dafür müssen in Österreich rund fünf Milliarden Euro durch vermögensbezogene Steuern umverteilt werden.

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