Weinzinger zum Equal Pay Day: Regierung versagt auf allen Ebenen

Grüne fordern Wirtschaftsförderung nur gegen Vorlage einer positiven Gleichbehandlungs-Bilanz

Wien (OTS) - Morgen, am 27. September ist Equal Pay Day. An diesem Tag haben Männer bereits jenes Einkommen erreicht, das Frauen erst bis zum Ende des Jahres erzielen werden. Statistisch bedeutet das, dass Frauen ab diesem Tag gratis arbeiten. "Die Bundesregierung versagt in Gleichbehandlungsfragen völlig, Frauenministerin Bures unternimmt genau nichts, um die Einkommensschere zu verringern" kritisiert die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger.

Als drastisches Beispiel für dringenden Handlungsbedarf in Sachen Gleichbehandlung führt Weinzinger Zahlen der AK aus dem Jahr 2004 an:
Frauen erreichen ihr höchstes Einkommen zwischen 25 und 30 Jahren, danach sinkt es wieder ab. Laut AK haben Frauen (2004) zwischen 25 und 30 Jahren durchschnittlich pro Monat 1.472 Euro brutto verdient, während das Einkommen der Männer immerhin 1.824 Euro betragen hat. Die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern klafft im Erwerbsverlauf immer weiter auseinander. Männer ab 60 Jahren haben 2004 durchschnittlich 2.563 Euro verdient, Frauen magere 1.179 Euro.

"Die Grünen fordern die Regierung auf, die Wirtschaftsförderung an eine ‚Gleichbehandlungs-Bilanz’ zu binden. Dabei sollen Betriebe zuerst unverbindlich, später verpflichtend nach der Gleichstellung von Männern und Frauen in den Punkten Beschäftigung (inkl. Elternkarenz), Karrierechancen und Einkommensgerechtigkeit überprüft werden.

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