Blecha und Khol: Pensionisten-Preisindex über jeden Zweifel erhaben!

Wien (OTS) - "Der Pensionisten-Preisindex (PIPH) ist unanfechtbar, es kann keinen sachkundigen Zweifel an seiner Richtigkeit geben!", erklärten die beiden Seniorenrats-Präsidenten Karl Blecha und Dr. Andreas Khol in einer Stellungnahme auf die "schwammigen" Vorwürfe zweier Versicherungsmathematiker im ORF-Hörfunk.

Für den Österreichischen Seniorenrat, der zwar gemeinsam mit dem Sozialministerium Auftraggeber der Berechnung ist, stehe aufgrund der "Daten und Faktenlage" eindeutig fest, dass Pensionisten von der Teuerung stärker betroffen sind. Der PIPH lag und liegt Monat für Monat höher als der "normale" Verbraucherpreisindex (VPI). Wie zuletzt im August 2007 die Werte zeigen: VPI 1,8 %, PIPH 2,2 %. "Es wird Jedermann einleuchten, dass die Pensionisten mit überwiegend geringen Einkommen von unter 1.000 Euro von der Teuerungslawine bei Lebensmitteln, Gesundheitsausgaben und Energiekosten stärker betroffen sind als die beiden Versicherungsmathematiker Holzer und Pagler", so die Pensionistenvertreter. Die unterschiedliche Gewichtung im Warenkorb machen Sinn, zumal Pensionisten z.B. weniger auf Verbilligungen bei Laptops ansprechen, so die Argumentation im Seniorenrat.

Es sollte allen bekannt sein, dass die Statistik Austria zur absoluten Methodenwahrheit und Objektivität verpflichtet ist. Der Vorwurf, es handle sich beim PIPH um eine "Auftragsarbeit", nach dem Motto "wir wünschen, sie spielen", sei absolut haltlos, wie Blecha und Khol betonten.

Die Berechnung eines eigenen Preisindex für Pensionistenhaushalte entspricht der Notwendigkeit, Preisindizes für die drei großen Erwerbsgruppen (unselbständig und selbständig Erwerbstätige sowie eben die Pensionisten) zu belegen. Als "lächerlich" wird die Aussage der beiden genannten Mathematiker bezeichnet, dass man dann für jede einzelne Personengruppen einen eigenen Index berechnen müsse.

Kritik übt der Österreichische Seniorenrat an der einseitigen Berichterstattung des ORF. Weder der Österreichische Seniorenrat als die gesetzliche Interessensvertretung der älteren Menschen, noch die beiden Präsidenten Blecha und Khol erhielten die Möglichkeit, Stellung zu beziehen - wo bleibt der öffentlich rechtliche Auftrag?!

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Wolfgang Braumandl
Österreichischer Seniorenrat
Tel.: (01) 892 34 65-26

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0010