Haimbuchner: Ungarische Parteien finden richtige Worte zu slowakischer Provokation

FPÖ-Vertriebenensprecher fordert von Österreich selbe Entschlossenheit

Wien (OTS) - "Das offizielle Ungarn hat die richtigen Worte für
die Provokation gefunden, welche die Unantastbarkeitserklärung der Benes-Dekrete durch das slowakische Parlament darstellt", so der FPÖ-Vertriebenensprecher NAbg. Dr. Manfred Haimbuchner in Reaktion auf die Empörung in Ungarn, die durch den jüngsten slowakischen Beschluss ausgelöst wurde.

"Sowohl linke, als auch rechte ungarische Parteien scheuten nicht davor zurück, das slowakische Vorgehen zu verurteilen und sich so als Anwalt der Interessen ihrer Bürger einzusetzen. Die Verteidigung der Benes-Dekrete bedeutet die Rechtfertigung von Vertreibung und Mord. Die Kritik an den menschenrechtswidrigen Dekreten stellt aber keine Forderung nach einer Korrektur von Staatsgrenzen dar, welches Tschechien und die Slowakei immer unrichtigerweise als Vorwand heranziehen. Dies haben die öffentlichen, ungarischen Reaktionen deutlich gemacht", erklärte Haimbuchner.

"Warum schafft es die österreichische Regierung nicht, ebenso entschieden und geschlossen aufzutreten wie die ungarische Regierung", bemerkte der freiheitliche Vertriebenensprecher abschließend. "Der Bundeskanzler, die Außenministerin und die Vertriebenensprecher der anderen Parteien sind aufgefordert, endlich ihrer Verpflichtung als Vertreter der Interessen der österreichischen Bevölkerung nachzukommen. Dies nicht nur aufgrund der Sudetendeutschen und Karpatendeutschen, die ebenso wie die Ungarn direkt betroffen sind, sondern auch um die Glaubwürdigkeit Europas nicht aufs Spiel zu setzen, Menschenrechte und Grundrechte auf dem eigenen Kontinent durchzusetzen."

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