Rauch-Kallat: Frauenherzen schlagen anders

Information und Prävention besonders wichtig

Wien, 24. September 2007 (ÖVP-PK) “Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die führende Todesursache bei Frauen und für rund 55 % aller Todesfälle verantwortlich,“ darauf weist ÖVP-Frauensprecherin Rauch-Kallat anlässlich des morgigen Weltherztages hin. Kardiovaskulär bedingte Todesfälle treten häufiger auf, als alle durch ein Karzinom bedingten Todesfälle zusammen. Während die Wahrscheinlichkeit für eine Frau im Laufe ihres Lebens an einer koronaren Herzkrankheit und ihren Folgeerkrankungen zu sterben bei 31% liegt, beträgt das Risiko an einem Mamma-Karzinom zu sterben 2,8 %. ****

Seit Anfang der 90er Jahre ist der frauenspezifische Aspekt kardiovaskulärer Erkrankungen ein zentrales Thema der Frauengesundheit. Eine der ersten Expertinnen, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, ist Marianne Legato mit der Publikation „The Female Heart“, 1992. Erstmals wurde darauf hingewiesen, dass Kardiologen/innen auf körperliche Beschwerden von Frauen und Männern sehr unterschiedlich reagieren und dazu neigen, die Beschwerden von Frauen zu verharmlosen und als psychosomatisch zu beurteilen.

Lange Zeit war die Meinung bei Ärzt/innen und Patient/innen verbreitet, eine kardiovaskuläre Erkrankung treffe nur Männer im mittleren Alter. Sowohl in internationalen als auch in österreichischen Studien wie z.B. in der des Ludwig Boltzmann Institutes für kardiologische Geschlechterforschung Innsbruck, ist gut dokumentiert, dass Frauen im Vergleich zu Männern im Akutfall eine klinische kardiologische Versorgung mit einer deutlichen zeitlichen Verzögerung erhalten. Außerdem werden an Frauen deutlich weniger Interventionen der kardiologischen Spitzenmedizin wie Herzkatheteruntersuchungen und Bypass-Operationen durchgeführt.

Bekannte Risikofaktoren für Herzerkrankungen, wie erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus, Zigaretten-Rauchen und sind bei Frauen ernster zu nehmen, als bei Männern. Zumindest ergaben Untersuchungen, dass Frauen mit diesen Risikofaktoren eher an einem sterben, als Männer. Außerdem kommen bei Frauen noch weitere Risikofaktoren hinzu: wirken sich auch auf das Herz-Kreislauf-System aus. Darüber hinaus sind Frauen immer noch zu wenig informiert.

„In den letzten Jahren habe ich mich als Gesundheitsministerin für eine Verbesserung der Prävention, der Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt. Es wurden verschiedenste Wege beschritten: eine breite Förderung des Präventionsgedankens, die Überarbeitung der Vorsorgeuntersuchung, die Gesundheitspässe, die Erstellung des Österreichischen Diabetesplans, Prävention der Adipositas, das Projekt „Optimierung der flächendeckenden Versorgung des Herzinfarktes“, die Novellierung des Tabakgesetzes und Förderungen aller Bewegungsaktivitäten“, zählt Rauch-Kallat einige Initiativen und Maßnahmen auf, die auch größtenteils von Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky weitergeführt werden und somit zur umfassenden Prävention beitragen.

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