Drogendiskussion - SP-Wagner: Wien setzt auf ein umfangreiches Programm zur Drogenbekämpfung

Kritik der Wiener ÖVP an Drogenpolitik der Stadt zurückgewiesen

Wien (SPW-K) - "Alle maßgeblichen Drogenexperten sowie die vor Ort tätigen SozialarbeiterInnen sind sich einig darüber, dass die Zahl der den Karlsplatz frequentierenden Drogensüchtigen gegenüber früher nicht zugenommen, sondern ebenso wie die Neigung zu Eskalationen in letzter Zeit eher abgenommen haben. Die Äußerungen sowohl von VP-Gemeinderätin Praniess-Kastner bzw. der Wiedner VP-Bezirksvorsteherin Reichard sind offensichtlich von Erzählungen und von subjektiven Meinungsbildungen, anstelle einer objektiven Überprüfung der Situation geprägt", stellte Montag der Vorsitzende-Stellvertreter des Gesundheitsausschusses des Wiener Gemeinderates, Kurt Wagner, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Ausführungen der beiden ÖVP-MandatarInnen fest.

Wagner wies die Behauptung Praniess-Kastners und Reichards, die SPÖ betreibe eine Problemlösungsverweigerung, vehement zurück. "Offensichtlich", so der Gemeinderat, "haben die beiden PolitikerInnen die zahlreichen Maßnahmen der Stadt im Bereich der Drogenbekämpfung verschlafen. Gerade in den letzten Jahren hat Wien nicht weniger als vier neue Einrichtungen eröffnet", stellte Wagner klar. "Im Bereich der Straßenszene ist es in den letzten Jahren zu einer deutlichen Ausweitung der Hilfsangebote gekommen. Ein Beispiel dafür ist die systematische Arbeit mit auffälligen sozialen Gruppen an städtischen 'Brennpunkten' durch Einrichtungen wie zum Beispiel aXXept für Punks, Help U am Karlsplatz oder a_way, die Jugendnotschlafstelle am Westbahnhof, ein gemeinsames Projekt mit der MA 11 und der Sucht- und Drogenkoordination Wien, das von der Caritas betrieben wird." Seit 2005 stünden in der Einrichtung "Dialog 10" 700 zusätzliche Betreuungsplätze speziell für suchtkranke Jugendliche zur Verfügung. Weiters habe man den Streetworkstützpunkt am Karlsplatz ausgebaut. Auch ist der Verbindungsgang ich Richtung Secession hell und freundlich neu gestaltet worden, meinte Wagner.

"Für die Wiener Stadtregierung gilt jedenfalls weiterhin, dass der Ausbau bestehender Angebote fortgesetzt wird, bei Bedarf werden auch neue Angebote geschaffen. Das betrifft natürlich auch den Karlsplatz, wie z.B. die erfolgte Aufstockung der Zahl der MitarbeiterInnen von Help U unterstreicht", so Wagner abschließend. (Schluss)

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