Bures: Öffentlicher Dienst sichert Lebensqualität

Beamtenministerin eröffnet 28. Weltkongress des Gewerkschaftsdachverbandes der öffentlichen Dienste mit 1.500 Delegierten aus 54 Ländern

Wien (OTS) - Beamtenministerin Doris Bures betonte heute
anlässlich der Eröffnung des 28. Kongresses des Internationalen Gewerkschaftsdachverbandes für die öffentlichen Dienste in Wien die Wichtigkeit von Gewerkschaften und internationaler Solidarität in der globalisierten Welt. "Der Öffentliche Dienst muss Gerechtigkeit und Chancengleichheit, Fairness und Objektivität garantieren", sagte Bures. Außerdem bilde ein funktionierender öffentlicher Dienst nicht nur das Rückgrat eines Staates, sondern er sichere auch die Lebensqualität für die Bevölkerung, so Bures.

Die Beamtenministerin wies in ihrer Rede darauf hin, dass der gerechte Zugang zu staatlichen Diensten wie Bildung, Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Sozialsystem und Infrastruktur die Grundlage für eine demokratische, faire Gesellschaft sei. Effiziente und sparsame öffentliche Dienste sicherten nicht nur den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft, sondern garantierten auch die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes. "Daher müssen wir bemüht sein, dass der Öffentliche Dienst durch ständige Weiterentwicklung die besten Leistungen erbringt und mit hoher Qualität, Transparenz, Objektivität und Sparsamkeit überzeugt", so Bures.

Die Träger der Qualität im Öffentlichen Dienst seien, so Bures, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Engagement und Motivation seien dabei wesentliche Erfolgsfaktoren. Die Politik müsse daher dafür sorgen, dass engagierte und motivierte öffentlich Bedienstete die Qualitätsansprüche der Gesellschaft erfüllen können, so Bures. Transparente Abläufe und eine faire und leistungsgerechte Entlohnung in der öffentlichen Verwaltung würden darüber hinaus die Korruptionsanfälligkeit der Verwaltung verringern.

Bures, die auch Frauenministerin ist, sprach sich vor den 1.500 Delegierten für ein engagiertes Vorantreiben der Gleichstellung von Frauen und Männern aus. "Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine Frage der Gerechtigkeit und der öffentliche Dienst hat hier eine hohe Verantwortung einerseits im Sinne einer Vorbildwirkung, andererseits auch im Sinne des gerechten Zuganges zu staatlichen Leistungen", so Bures. Nur durch die Vorbildwirkung des Staates könne die Gesellschaft im Ganzen und auch die Privatwirtschaft mehr dazu motiviert werden, die Gleichstellung von Frauen und Männern voranzutreiben. Österreich besitze mit dem Gleichbehandlungsgesetz von 1993 eine vorbildliche Gesetzeslage in diesem Bereich, die es nun weiter mit Leben zu erfüllen gelte, so Bures.

Bei seinem fünftägigen Jubiläumskongress im Wiener Messezentrum mit rund 1.500 Delegierten aus 54 Ländern feiert der Internationale Gewerkschaftsdachverband für die öffentlichen Dienste (IÖD) auch sein 100-jähriges Bestehen. Der IÖD umfasst 650 Gewerkschaften aus über 150 Ländern. Insgesamt vertritt der IÖD die Interessen von 20 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Der alle fünf Jahre stattfindenden IÖD-Weltkongress, der sich aus Delegierten aller Mitgliederorganisationen zusammensetzt, verabschiedet ein Arbeitsprogramm als Basis der politischen Arbeit für die folgenden fünf Jahre. Die Themenbereiche des 28. IÖD-Weltkongresses sind:
Qualität im Öffentlichen Dienst, Gleichstellung und Lohngerechtigkeit, Migration, Klimawandel, Wasserversorgung, Wahrung von Gewerkschafts- und Menschenrechten sowie internationale Solidarität.

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Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlichen Dienst
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