Wabl berät Gusenbauer - dieser hält aber an Nabucco Pipeline fest

Hofer: Finanzierung des Projektes macht Energieversorgung in Österreich nicht sicherer

Wien (OTS) - Enttäuscht reagiert FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer auf die Ankündigung von Bundeskanzler Gusenbauer, trotz aller berechtigten Bedenken am Bau der Nabucco Pipeline festzuhalten.

Norbert Hofer: "Ich bin mir sicher, dass Wabl Gusenbauer ganz anders beraten hat. Sonst wäre er die Karikatur eines Klimaschutzbeauftragten. Schade nur, dass der Kanzler alle Warnungen in den Wind schießt."

Mit dem Bau der Erdgas-Pipeline Nabucco, die aus der Türkei nach Niederösterreich führen solle, sinke die Abhängigkeit Österreichs von ausländischen, fossilen Energieträgern nicht. "Und wer glaubt, sich in eine neue Abhängigkeit vom Iran zu begeben, sei ein kluger Schritt, der irrt zweifellos", so Hofer.

"Für unser Land ist nicht entscheidend, ob wir von russischem Erdgas oder von Lieferungen aus dem Iran abhängig sind. Jede Form der Abhängigkeit kann angesichts zur Neige gehender Ressourcen und daraus resultierender Versorgungsengpässe dramatische Konsequenzen haben", stellt Hofer fest." Die FPÖ setzt sich daher für die schlüssige Erarbeitung eines Fahrplanes für ein energieautonomes Österreich ein. Das gelingt nicht von heute auf morgen. Wir müssen aber heute die Weichen richtig stellen. Nabucco ist in diesem Zusammenhang eine eklatante Fehlentscheidung."

Die FPÖ verlangt von der Bundesregierung, dafür Sorge zu tragen, dass jene 200 Millionen Euro, die für den Bau der Pipeline aus Österreich bereitgestellt werden, für den Ausbau der heimischen erneuerbaren Energien verwendet werden. Nur das, so Hofer, ist eine zukunftsweisende Investition.

Hofer: "Korrigiert die Bundesregierung ihre fatale Fehlentscheidung nicht, ist das ein unverzeihlicher Verrat an vitalen österreichischen Interessen. Freuen können sich jene Granden, die beim jüngsten Bilderberger-Treffen ihre finanziellen und geopolitischen Interessen geltend gemacht haben. Gusenbauer war ja mit einigen Geheimniskrämern aus Österreich dabei. Der Kanzler muss sich jedoch fragen, wem er tatsächlich verpflichtet ist."

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