Bures: Flexibles Kindergeld ist großer Fortschritt für AlleinerzieherInnen

IFES-Umfrage: 54 Prozent für Gleichstellung von Kindern von AlleinerzieherInnen

Wien (OTS) - "Das Kindergeld neu mit der Möglichkeit der kürzeren Bezugsdauer bei höherem Bezug ist ein großer Fortschritt für AlleinerzieherInnen", sagte Frauenministerin Doris Bures. AlleinerzieherInnen können sich in der Regel eine Jobunterbrechung von zweieinhalb Jahren finanziell gar nicht leisten, so Bures, die damit eine Schwäche der alten Kindergeldregelung anspricht.

"Allerdings ist nicht einzusehen, wieso Kinder von AlleinerzieherInnen nicht das Recht auf eine gleich lange Betreuungszeit durch einen Elternteil haben sollten wie Kinder von Paaren", so Bures. Derzeit sieht die Gesetzesnovelle zum Kindergeld vor, dass Paare Anspruch auf 18 Monate Kindergeld haben, AlleinerzieherInnen aber nur 15 Monate. Hier will die Frauenministerin noch Änderungen erreichen.

Für eine Gleichstellung von Kindern von AlleinerzieherInnen mit Kindern von Paaren haben sich in der Begutachtung des Gesetzesentwurfs unter anderem auch die Volksanwaltschaft, die Volkshilfe, die Sozialpartner, das Österreichische Institut für Familienforschung, der Freiheitliche Familienverband, die Österreichische HochschülerInnenschaft, der Bund Österreichischer Frauenvereine und die Gleichbehandlungsanwaltschaft ausgesprochen.

Großes Verständnis für die schwierige Situation der AlleinerzieherInnen

Eine ganz aktuelle IFES-Umfrage (Befragungszeitraum 23. August bis 9. September, befragt wurden 1.000 Frauen in Österreich) zeigt das Verständnis der österreichischen Bevölkerung für die besonders schwierige Situation, in der sich AlleinerzieherInnen befinden. 54 Prozent der Befragten halten die Gleichstellung von Kindern von AlleinerzieherInnen mit Kindern mit beiden Elternteilen für sehr wichtig. Bures spricht von einem "schönen Zeichen der Solidarität", die 54 Prozent der Frauen mit jenen neun Prozent der alleinerziehenden KindergeldbezieherInnen zeigen. Nur 26 Prozent finden den Vorschlag "nicht gut".

In derselben Umfrage sprechen sich 48 Prozent für die Einführung einer Arbeitszeitgrenze statt der Zuverdienstgrenze aus, nur 14 Prozent sind dagegen.

Bures will bei Familienministerin Kdolsky weiterhin um Verständnis für die Lebenssituation der AlleinerzieherInnen werben. In diesem Zusammenhang erinnert sie an deren Aussagen vom Jänner (APA 327, 17. Jänner 2007), wonach sie für die Anliegen der AlleinerzieherInnen "sehr offen" sei.

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