GPA-DJP Katzian begrüßt Nachgeben der ÖRAK bei 1.000 Euro Mindestgehalt

Gewerkschaft fordert weiterhin Kollektivvertrag statt Standesregel

Wien (OTS) - "Wir begrüßen das Nachgeben der Österreichischen RechtsanwältInnen in Sachen 1.000 Euro Mindestgehalt und werten das als einen Erfolg unserer Kampagne für die Mindestgehälter für alle Beschäftigten bei den freien Berufen", zeigt sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) Wolfgang Katzian erfreut. "Der Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages hat uns wissen lassen, dass der Mindestlohn nun umgesetzt wird, allerdings ist uns eine Verankerung in der Standesregel ist zu wenig. Wir werden weiter Druck machen, dass die Beschäftigten einen Kollektivvertrag bekommen, der hinkünftig auch entsprechend valorisiert wird. Die Betroffenen müssen einen kurzen Weg zur Rechtssicherheit erhalten", erklärt Katzian.

Heute Vormittag demonstrierten Betroffene gemeinsam mit GewerkschafterInnen vor dem Österreichischen Rechtsanwaltskammertag (ÖRAK) für 1.000 Euro Mindestgehalt für alle Beschäftigten und überreichten dem ÖRAK die Kollektivvertragszitrone des Jahres.

Auch die RechtsanwaltsanwärterInnen (KonzipientInnen) sind -möglicherweise rechtswidrig - aus den bestehenden Kollektivverträgen ausgenommen und damit im kollektivvertragsfreien Raum, für Ihre Entlohnung gibt es nicht einmal Empfehlungen der regionalen Rechtsanwaltskammern. "Die Arbeitsleistungen dieser RechtsanwaltsanwärterInnen sind enorm und die Arbeitszeiten übersteigen die 40 Stunden pro Woche oft um ein Vielfaches. Junge Arbeitskräfte leisten hier Erhebliches", kritisiert der stv. Geschäftsführer der GPA-DJP, Karl Proyer.

Die GPA-DJP fordert weiterhin die Aufnahme von Kollektivvertragsverhandlungen für die Angestellten in Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und Kärnten, die Umsetzung von 1.000 Euro Mindestgrundgehalt in den bestehenden Kollektivverträgen sowie die regelmäßige Valorisierung der Kollektivverträge.

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