Seniorenbundobmann Khol: "Rechnungshof-Kritik bestätigt Forderungen des Seniorenbundes"

Lösung: 4-Säulen-Modell, "Pickerl" für Heime, regelmäßige Anpassung des Pflegegeldes

Wien (OTS) - Die Kritik des Rechnungshofes am Pflegegeld bestätigt vollkommen die Forderungen des Österreichischen Seniorenbundes. "Es braucht dringend Verbesserungen im Bereich Pflege und Betreuung", mahnte Dr. Andreas Khol, der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes: "Neben dem 4-Säulen-Modell für die 24-Stunden-Betreuung und dem 'Pickerl' für Heime zur Sicherung der Pflegequalität ist vor allem eine regelmäßige Anpassung des Pflegegeldes notwendig, um die Leistbarkeit von Pflege und Betreuung langfristig sicherzustellen." Laut Rechnungshof liegt der Deckungsgrad beim Pflegegeld zwischen 7 und 58 Prozent. Das sei viel zu wenig, so Khol: "Wir dürfen die Betroffenen nicht alleine lassen. Pflege und Betreuung müssen ein Teil der umfassenden sozialen Sicherheit sein."

Das von Khol entwickelte 4-Säulen-Modell ist die einzig mögliche Lösung für die 24-Stunden-Betreuung. Zentrale Punkte des Modells: 800 Euro Förderung für alle Bedürftige, unabhängig vom Einkommen; sofortige Öffnung des Arbeitsmarktes für ausländische Betreuungskräfte; durchgängiges Ausbildungsmodell für Pflege- und Betreuungsberufe von der Lehre bis zur universitären Ausbildung; Einbindung, Schulung und Förderung für Ehrenamtliche. "Die derzeitige Reglung wird von den Menschen nicht angenommen. Wir brauchen schnellstens eine endgültige Lösung", so Khol. Die Qualität der Pflegeheime sei in Österreich sehr oft ausgezeichnet, aber es gelte "deutsche Zustände von Anfang an zu verhindern. Wir fordern daher ein 'Pickerl' mit einheitlichen Qualitätsstandards und entsprechenden, alljährlichen Kontrollen als Grundlage, um die Pflegequalität garantieren zu können."

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