WGKK: Keine Leistungskürzungen bei physikalischer Medizin!

Wien hat das dichteste Versorgungsnetz für physikalische Behandlungen

Wien (OTS) - Die vielfach kolportierten Aussage, die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) kürze Leistungen im Bereich der Physikalischen Medizin, verlangt nach einer Richtigstellung. ****

Die Versicherten der WGKK müssen keine Leistungskürzung befürchten. Nach wie vor kann beim Krankheitsbild "unspezifischer Kreuzschmerz" eine Zehnerserie von Anwendungen, etwa Massagen, Packungen oder Strombehandlungen, ohne weitere Bewilligung verschrieben werden.

Bewilligungspflicht wie gehabt

Erst bei einer Folgebehandlung besteht Bewilligungspflicht, was vom zuweisenden Arzt eine entsprechende Begründung verlangt. Dies war, im Sinne eines sorgsamen Umgangs mit Versicherungsgeldern, auch bisher so, und ist Teil des Vertragsabkommens zwischen WGKK und zuweisenden Ärzte. Aus gegebenem Anlass wurden die WGKK-Vertragspartner wieder daran erinnert.

Kein Limit bei den Behandlungsserien

Dass die Verordnungsgröße bei bewilligungspflichtigen Behandlungen von zehn auf sechs Anwendungen reduziert wurde, hat mit einer Anpassung an internationale evidenzbasierten Behandlungsrichtlinien zu tun: Es hat sich gezeigt, dass insgesamt sechzehn Anwendungen beim Krankheitsbild "unspezifischer Rückenschmerz" oft schon ausreichend und zweckmäßig sind. Ist dies nicht der Fall, können, bei ausreichender Begründung, selbstverständlich so viele Folgeserien verordnet werden wie nötig.

Nicht von dieser Regelung betroffen sind Versicherte mit alle anderen Krankheitsbildern, die im Rahmen der physikalischen Medizin behandelt werden, etwa chronische Schmerzpatienten und Menschen mit spezifischen neurologischen oder orthopädischen Indikationen. Hier können bei Bedarf auch Behandlungsserien in größerem Umfang verordnet werden.

Wien hat dichtestes Versorgungsnetz für Physikalische Medizin

Im Bereich der Physikalischen Medizin ist Wien besser als jedes andere Bundesland versorgt: Insgesamt stehen 18 niedergelassene Fachärzte für Physikalische Medizin zur Verfügung, 30 Fachinstitute, mehrere Physiko-Ambulanzen in WGKK-Gesundheitseinrichtungen sowie 115 Vertrags-Physiotherapeuten. Die Wiener Gebietskrankenkasse gibt darüber hinaus mehr für diesen Bereich aus als jede andere Krankenversicherungsanstalt, und zwar durchschnittlich rund 25 Euro pro Versicherten, d. h. gut 200 Euro pro Verordnung. Pro Jahr werden rund 180.000 Anwendungen für Physikalische Medizin verordnet, was Kosten in der Höhe von 36 Mill. Euro jährlich verursacht. Rund 13 Prozent der Krankenstandfälle von WGKK-Versicherten im Jahr 2006 gingen auf das Konto von Krankheiten an Skelett, Muskeln und Bindegewebe.

Präventionsanstrengungen der WGKK

Um das Voranschreiten von Zivilisations- und arbeitsbedingte Erkrankungen hintanzuhalten, nicht zuletzt auch des Bewegungs- und Stützapparates, engagiert sich die WGKK im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung, etwa in den Settings Schule (Programm zu Bewegung und Ernährung) und Betrieben (Betriebliche Gesundheitsförderung, besonders für Klein- und Mittelbetriebe). Jüngstes Ergebnis der WGKK-Präventionsanstrengungen ist das Pilotprojekt "Bewegt gesund" in Kooperation mit "Fit für Österreich":
Menschen, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen und bei einem Arzt im 10. oder 15. Bezirk die Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen, können gesundheitsförderliche Bewegung "auf Verordnung" in Sportvereinen bekommen, um schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Diabetes, Schlaganfall oder auch übergewichtbedingte Schädigungen des Bewegungs- und Stützapparates zu vermeiden. Diese Investition in ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung erspart mittel-und langfristig hohe Folgekosten durch chronische Erkrankungen.

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Mag.a Gabriele Pflug
Wiener Gebietskrankenkasse
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gabriele.pflug@wgkk.sozvers.at
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