Jarolim an ÖVP: Politischer Missbrauch von Gewaltopfern ist einer Regierungspartei unwürdig

Wien (SK) - "Es ist eine Schande und der ÖVP unwürdig, den tragischen Fall des missbrauchten Mädchens für parteipolitische Zwecke zu benutzen", reagiert SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim am Donnerstag auf die "unappetitlichen Äußerungen" von ÖVP-Sicherheitssprecher Kössl. "Politischer Missbrauch von Gewaltopfern sollte im Repertoire einer Regierungspartei nichts verloren haben". ****

Die ÖVP, so Jarolim, verhalte sich in dem Fall "taktloser als die FPÖ"; offensichtlich lasse sich Kössl von ÖVP-General Missethon instrumentalisieren, um aus dem traurigen Vorkommnis politisches Kleingeld zu schlagen. "Außerdem stellt Kössl wider besserem Wissens falsche Behauptungen auf. Die Einführung von Fußfesseln für Freigänger ist selbstverständlich keine 'Erleichterung', sondern eine 'Strafverschärfung'. Unbewachten Freigang bei Sexualdelikten gibt es ohnedies nicht. Das wissen auch der Abgeordnete Kössl und sein Spiritus Rector Missethon", stellt Jarolim fest. (Schluss) gd

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