Energieabhängigkeit Österreichs steigt weiter

Nur mehr 28 Prozent wird in Österreich produziert. Bedarf steigt jährlich um 3,6 Prozent.

Wien (OTS) - Österreich gerät aufgrund seiner steigenden Abhängigkeit von Energieimporten stärker unter Druck. Im Jahr 1970 konnte Österreich seinen eigenen Energiebedarf noch zu 40 Prozent selbst decken. Die Importquote liegt heute schon bei 72 Prozent. Verkehr, Klimaanlagen und die Raumheizung sind die bestimmenden Energieverbraucher in der Alpenrepublik. Jährlich steigt der Bedarf um 3,6 Prozent.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Österreich hat gegenüber anderen Ländern den Vorteil, in hohem Maß auf Wasserkraft zugreifen zu können. Biomasse ist derzeit im Vormarsch und deckt bereits 13 Prozent unserer selbst produzierten Energie. Sonne, Wind und thermische Abfallverwertung tragen derzeit rund 2 Prozent zum Gesamtenergieaufkommen bei. Was Österreich jetzt dringend braucht, ist eine Reform des Ökostromgesetzes nach Vorbild des weiterentwickelten deutschen EEG. Das EEG wurde in seinen Grundzügen bereits von 44 Staaten übernommen."

Unwahr sei, dass die Förderung erneuerbarer Energien dem Konsumenten und dem Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Hofer: "Deutschland hat bewiesen, dass abgesehen von den Kosten vermiedener Umweltschäden durch die vorrangige EEG-Einspeisung die teuersten konventionellen Kraftwerke zur Nachfragedeckung nicht mehr benötigt werden und daher der Strompreis an der Börse sinkt. Dieser preissenkende Merit-Order-Effekt des EEG am deutschen Strommarkt belief sich im Jahr 2006 auf rund 5 Milliarden Euro. 3,2 Milliarden Euro hat der Steuerzahler in das EEG investiert. Erneuerbare Energien rechnen sich also."

"Energie aus Wasserkraft, Wärmepumpen, Geothermie, Windkraftwerken, Solaranlagen und Biomasse entlasten Privathaushalte und Wirtschaft also künftig auch in Österreich - vorausgesetzt, wir beschließen bald ein taugliches Ökostromgesetz."

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