Grüne Wien zu morgigem Alzheimer-Tag: Krankheit enttabuisieren

Antonov: "Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung"

Wien (OTS) - Anlässlich des morgigen Welt-Alzheimertages fordern die Grünen Wien neben einer Kampagne zur Enttabuisierung der Krankheit auch mehr Unterstützung für pflegende Angehörige. Bereits jetzt gibt es in Österreich mehr als 100.000 Alzheimer-Kranke, in 50 Jahren werden es nach Schätzungen mindest doppelt so viele sein. Betroffen von der Diagnose sind nicht nur die Kranken selbst, sondern in besonders starkem Ausmaß auch die Angehörigen. "Alzheimer-Kranke benötigen besonders intensive Betreuung, sehr oft rund um die Uhr. Das bedeutet für betreuende Angehörige nicht nur eine enorme finanzielle Belastung, sondern oft auch psychische und soziale Belastungen, weil sie wegen der zeitaufwändigen Betreuung auch ihr eigenes Leben, ihre sozialen Kontakte weitgehend einschränken müssen", sagt die Senioren-Sprecherin der Grünen Wien, Waltraut Antonov.

"Alzheimer darf kein scherzhaft verwendetes Schlagwort bleiben. Was die Kranken und ihre Angehörigen brauchen, ist echte Unterstützung. Die Stadt Wien kann dazu viel beitragen", so Antonov. Die Grünen Wien fordern daher Gesundheitsstadträtin Wehsely auf, anlässlich des Alzheimertages ein Zeichen zu setzen - z.B. mit der Einleitung einer breit angelegten Kampagne zur Enttabuisierung und Aufklärung der Krankheit. Weiters muss es Alzheimer-Früherkennungstests geben und für Angehörige Angebote von Validationskursen, damit sie mit Alzheimerkranken besser umgehen können sowie eine Ausweitung des Angebotes an mobiler Betreuung und Kurzzeitpflege, um Angehörigen auch Auszeiten zu ermöglichen.

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