Kickl: Ratschlag des Herzens vom Dalai Lama an Kanzler Gusenbauer

Moralische Autorität ernst nehmen

Wien (OTS) - Anlässlich des Besuchs des Dalai Lamas bei Bundeskanzler Gusenbauer erinnerte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl den SPÖ-Kanzler an die immer länger werdende Latte seiner gebrochenen Wahlversprechen von Eurofightern über Studiengebühren bis hin zur Pflegemisere. Hintergrund sei ein Text des Dalai Lama selbst, der den Eindruck erwecke, als sei er von diesem für Alfred Gusenbauer persönlich verfasst worden.

In den sogenannten "Ratschlägen des Herzens" heiße es nämlich unter anderem: "Die Politiker machen oft viele Versprechungen, um sich die Gunst und die Unterstützung der Wähler zu sichern. Ich werde dies machen, ich werde jenes machen, ihr werdet schon sehen. Aber wenn sie wollen, dass man sie achtet und schätzt, wäre es meines Erachtens wichtiger, dass sie ehrlich sind und ihre Überzeugungen aufrichtig zum Ausdruck bringen. Passen sie unsere Aussagen den Umständen an, so werden die Menschen das merken und sich wundern. Einmal hat er das gesagt, und jetzt sagt er das Gegenteil. Was soll nun stimmen? Ehrlichkeit ist eine ganz wesentliche Eigenschaft. In unserer Zeit, in der die Medien alles, was bekannte Persönlichkeiten von sich geben und tun, auf die Waagschale legen, ist es noch wichtiger als früher, seinen ehrlichen Überzeugungen treu zu bleiben und zu ihnen zu stehen, egal, wie die Umstände sich ändern. Wenn wir immer ehrlich sind, dann werden uns auch alle, denen unsere Ideen gefallen, unterstützen und sich uns anschließen. Wenn wir uns jedoch opportunistisch verhalten, wenn wir vor den Medien alle möglichen Versprechungen abgeben, aber nach der nächsten Wahl unseren früheren Aussagen keine Bedeutung mehr beimessen, dann wird unsere Rechnung nicht aufgehen. Ein solches Verhalten ist nicht nur unmoralisch, es ist auch dumm." (Aus: Dalai Lama, Ratschläge des Herzens, Seite 79 f; Diogenes Verlag)

"Sollte der Dalai Lama heute aufgrund des dicht gedrängten Terminplanes keine Zeit finden, Kanzler Gusenbauer diesbezüglich ins Gebet zu nehmen, so sei diese wichtige Passage dem Bundeskanzler als bleibende Erinnerung hiermit nachgereicht", schloss Kickl.

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