"Börse-Braut" Energie AG soll durch höhere Strompreise behübscht werden

Frais: "Um Gewinnmargen zu erhöhen, werden Kunden zur Kasse gebeten"

Linz (OTS) - "Jetzt zeigt sich wessen Geistes Kind der
beabsichtigte Energie AG-Börsegang wirklich ist: Als Vorleistung für den Börsegang und um die Investoren anzulocken, kündigt die Energie AG Strompreiserhöhungen an. Die oberösterreichische Bevölkerung wird also zur Kasse gebeten, um höhere Gewinne für die zukünftigen Aktionäre zu erwirtschaften. Aussagen von ÖVP, FPÖ und Grüne, dass durch den Börsegang die Stromkosten sinken würden, sind damit endgültig als irreführende Börsegang-Propaganda enttarnt. Auch die Liga, in welche laut Pühringer die Energie AG aufsteigen würde, ist nun bekannt: Die Liga der Abkassierer", kritisiert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Das Energie AG-Management müsse von der angekündigten Preiserhöhung sofort und dauerhaft Abstand nehmen.

Die Befürchtungen der SPÖ über die Folgen des Börsegangs der Energie AG für die OberösterreicherInnen werden - so der SP-Klubobmann - durch die Ankündigung der Strompreiserhöhung sogar übertroffen: "Nicht billiger, wie von den Börse-Befürwortern versprochen, sondern schon vor dem Börsegang teurer wird der Energie AG-Strom, obwohl der oberösterreichische Versorger bereits jetzt österreichweit negativer Preis-Spitzenreiter ist. Obwohl die Energie AG ein Konzernergebnis von 70 Millionen Euro nach Steuern erwirtschaftet hat, wird die Bevölkerung wegen dem bevorstehenden Börsegang weiter zu Kasse gebeten. Windtner selbst hat angekündigt, dass er 200 Millionen Gewinn erwirtschaften will. Er hat jedoch nicht gesagt, woher das Geld kommen soll. Die Strompreiserhöhung zulasten der Bevölkerung ist eine erste Antwort."

Höhere Strompreise als Behübschung der Börse-Braut Energie AG lehnt die SPÖ entschieden ab. "Es zählt nicht zu den Aufgaben der Energie AG den Renditewünschen von privaten Investoren und Spekulanten zu entsprechen. Die Energie AG muss hervorragende Versorgungsleistungen zu fairen Preisen für die oberösterreichische Bevölkerung anbieten. Weil diese wesentliche Grundaufgabe mit den Börse-Ansprüchen nicht übereinstimmt, kann es nur eine Konsequenz geben: Die geplanten Strompreiserhöhungen müssen unverzüglich gestrichen werden", so Dr. Frais.

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