Baxter stärkt seinen Forschungsstandort in Orth an der Donau

Wien (OTS) - Forschungszentrum vor 25 Jahren eröffnet - Mit 600 Mitarbeitern größter BioScience-Forschungsstandort von Baxter -Labor-Erweiterung "LEO 1" in Orth jetzt im Vollbetrieb, LEO2 bereits im Bau - Wissenschaftsminister Dr. Hahn: "Leuchttürme in der Forschung stärken das ganze Land".

Baxter baut sein Biomedizinische Forschungszentrum in Orth an der Donau (NÖ) im 25. Jahr seines Bestehens zügig weiter aus: Morgen (21.9.) wird das Unternehmen anlässlich der Feier zum 25jährigen Jubiläum offiziell den Labor-Erweiterungsbau "LEO1" für den Vollbetrieb eröffnen (LEO: "Lab Extension Orth").

Die Ausbaustufe LEO2 ist bereits im Bau, die Fertigstellung ist für Mitte 2008 geplant. Die Gesamtinvestitionssumme für beide Projekte (LEO 1 und LEO 2) beträgt ca. 50 Millionen Euro. Seit Anfang des letzten Jahres hat Baxter im Forschungszentrum Orth 120 neue Mitarbeiter eingestellt. Bis Ende 2007 sollen weitere 40 dazukommen. Die Baxter AG beschäftigt 3.100 Mitarbeiter vor allem an den Standorten Wien und Orth. Damit ist Österreich einer der größten Standorte des Konzerns außerhalb der USA.

"Im Forschungszentrum Orth arbeiten derzeit 600 Mitarbeiter schwerpunktmäßig an der Erforschung, Entwicklung und Produktion innovativer biopharmazeutischer Präparate", erklärte Dr. Hartmut Ehrlich, Vorstand der Baxter AG und verantwortlich für die weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Baxter-Geschäftsbereichs BioScience. "Das Forschungszentrum Orth ist gemeinsam mit Forschungsabteilungen der Baxter AG in Wien das Herzstück der Bioscience-Forschung von Baxter weltweit."

"Unternehmen wie Baxter haben eine Strahlkraft, die sich nicht in Geld ausdrücken lässt", erklärte Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn bei der Pressekonferenz des Unternehmens. "Leuchttürme in der Forschung auch in Unternehmen ziehen internationale Spitzenköpfe an und stärken damit nicht nur das Unternehmen selbst sondern das ganze Land."

Mit Initiativen wie der Kinderuni oder Programmen wie "Sparkling Science" will der Minister daher mehr junge Leute für Naturwissenschaften und Technik begeistern: "Der Forscherdrang von Kindern sollte erst gar nicht abreißen."

*Eines der wichtigsten Konzern-Produkte stammt aus Forschung
in Orth*

Im Baxter-Forschungszentrum Orth werden insbesondere Impfstoffe und gentechnisch gewonnene (rekombinante) therapeutische Proteine entwickelt. Als Beispiel für eine erfolgreiche Produktentwicklung der letzten Jahre nannte Ehrlich ADVATE(R), ein gentechnisch hergestelltes Faktor VIII-Konzentrat zur Behandlung der Hämophilie A, das ohne Zusatz von menschlichen oder tierischen Plasmaproteinen im Herstellungsprozess auskommt. "Dieses Präparat ist heute eines der wichtigsten Produkte des ganzen Konzerns und basiert wesentlich auf den Zellkultur-Kompetenzen, die hier in Orth gebündelt sind", sagte Ehrlich. Mit ADVATE wird Baxter heuer voraussichtlich über eine Milliarde Dollar Umsatz erzielen.

Patienten mit Hämophilie A können den für eine wirksame Blutgerinnung notwendigen Gerinnungsfaktor VIII nicht oder nicht ausreichend bilden. Ohne die Zufuhr von Faktorpräparaten kommt es zu häufigen und schmerzhaften Blutungen, vor allem in die Gelenke. Ohne Behandlung sterben die von der schweren Form dieser Erkrankung betroffenen Patienten oftmals schon im Kindesalter, unter anderem an Hirnblutungen. Durch prophylaktische Behandlung mit Faktor VIII-Präparaten erreichen die Patienten eine weitgehend normale Lebenserwartung.

*Vero-Zell-Technologie aus Orth für Impfstoff-Produktion*

Als Plattform-Technologie für die Herstellung von Impfstoffen haben
Baxter-Forscher in Orth die "Vero-Zell"-Technologie entwickelt. Jüngster Erfolg dieser Impfstoff-Technologie: Erst im August hat die britische Regierung - ähnlich wie im Vorjahr die österreichische -Baxter den Auftrag erteilt, für den Falle einer Vogelgrippe-Pandemie den entsprechenden H5N1-Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Baxter kann mit seiner Vero-Zell-Technologie einen H5N1-Grippe-Impfstoff in nur 12 Wochen herstellen. Das ist deutlich schneller, als mit bebrüteten Hühnereiern, die bei der herkömmlichen Produktion von Grippeimpfstoffen eingesetzt werden. Und im Falle einer weltweiten, auf den Menschen übertragbaren Vogelgrippe-Welle (Pandemie) ist Zeit knapp.

Baxter wird die Vero-Zell-Technologie auch für die Herstellung eines saisonalen Grippeimpfstoffes nutzen. Dieser neue Impfstoff wird derzeit in klinischen Studien getestet. Erste Daten aus einer Studie mit 940 Teilnehmern zeigen, dass dieser in Orth hergestellte Impfstoffkandidat gut verträglich ist und eine starke Bildung von Antikörpern bewirkt.

"Die Vero-Zell-Technologie, die wir in Orth entwickelt haben, hat sich als Plattform für die Herstellung von ganz unterschiedlichen Impfstoffen bewährt", sagte Univ.-Doz. Dr. Noel Barrett Vorstand der Baxter AG und verantwortlich für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Baxter-Geschäftsbereichs Impfstoffe. Außer zu den Aufträgen über H5N1-Grippeimpfstoffe hat diese Technologie auch dazu beigetragen, dass Baxter in den letzten Jahren von Gesundheitsbehörden der USA und anderer Staaten den Auftrag zur Entwicklung bzw. Herstellung von SARS- und Pocken-Impfstoffen erhielt. "Unsere Impfstoff-Kompetenz ist weltweit anerkannt", so Barrett.

*FSME-Impfstoff war Grundlage für Impfstoff-Kompetenz*

In Österreich wurde der "Zecken-Impfstoff" zum Schutz vor FSME vor 30 Jahren erstmals zugelassen. Das Forschungszentrum in Orth war seit seiner Gründung für die Qualitätskontrolle und die Weiterentwicklung des Produktes zuständig. 1999 verlagerte man auch die Produktion des Wirkstoffes für den in vielen europäischen Ländern eingesetzten Impfstoff von Wien in das Forschungszentrum in Orth. Knapp zehn Prozent der Mitarbeiter des Zentrums sind in der kommerziellen Impfstoffproduktion beschäftigt. Das Forschungszentrum wurde damit zu einem integrierten Forschungs- und Produktionsstandort.

*Über das Biomedizinische Forschungszentrum Orth *

Das Forschungszentrum ist ein integrierter Forschungs- und Produktionsstandort der Baxter AG. Das Zentrum beschäftigt ca. 600 Mitarbeiter, knapp 10% davon in der Impfstoffproduktion. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter (55%) kommt aus Niederösterreich. Zum Forschungszentrum gehören 27 Gebäude mit 42.000m2 überbauter Fläche auf einem insgesamt 263.000m2 großen Areal. Das Zentrum verfügt über eine eigene Wasserversorgung, ein eigenes Heizkraftwerk und eine unabhängige Notstromversorgung.

Das Biomedizinische Forschungszentrum in Orth verfügt u. a über drei "Pilotanlagen", in denen neuartige biotechnologische Produktionsschritte und -verfahren für Impfstoffe und rekombinante Proteine im Industriemaßstab entwickelt werden. Bei biotechnologischen Präparaten ist die Verfahrensentwicklung ein entscheidender Teil der
Produktentwicklung.

*Über Baxter International und Baxter in Österreich*

Die Baxter International Inc. und ihre Tochtergesellschaften unterstützen medizinisches Fachpersonal und ihre Patienten bei der Behandlung komplexer Erkrankungen wie Krebs, Hämophilie, Immunerkrankungen, Nierenerkrankungen und Traumata. Das Unternehmen stellt seine Expertise in den Bereichen Biotechnologie, Verabreichung von Arzneimitteln und Spezialtherapeutika zur Verfügung, um Menschenleben zu retten und zu erhalten.

Die Produktions- und Forschungsaktivitäten von Baxter in Österreich sind in der Baxter AG zusammengefasst. Die Baxter AG produziert und entwickelt für den Konzern Medikamente aus Blutplasma und Impfstoffe und erforscht und entwickelt rekombinante Proteine. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Wien und Orth (NÖ) sowie in 7 österreichischen Plasmazentren 3.100 Mitarbeiter. Das Forschungszentrum wurde 1982 von der damaligen Immuno AG gegründet. Baxter International hat die Immuno vor zehn Jahren übernommen. Die Baxter AG ist Teil der Baxter International Inc. (USA). Weltweit erzielte das Unternehmen 2006 mit 45.000 Mitarbeitern 10,4 Milliarden Dollar Umsatz.

Den Vertrieb der Baxter-Produkte auf dem österreichischen Markt verantwortet die Baxter Vertriebs-GmbH (Wien) mit 75 Mitarbeitern. Hauptumsatzträger sind zwei Produkte, die eng mit dem Forschungszentrum verbunden sind: der FSME-Impfstoff (Wirkstoffproduktion in Orth) und das in Orth entwickelte rekombinante Faktor VIII Präparat ADVATE.

/Diese Pressemitteilung beinhaltet vorausschauende Aussagen über die Impfprodukte des Unternehmens, unter anderem in Bezug auf klinische Studien, Zulassungen und Vorteile der Impfprodukte. Diese Voraussagen beruhen auf Annahmen hinsichtlich zahlreicher wichtiger Faktoren, von denen die tatsächlichen Ergebnisse abhängen, so dass diese möglicherweise erheblich von den Voraussagen abweichen. Zu diesen Faktoren zählen: zusätzliche klinische Ergebnisse, die die Sicherheit und Wirksamkeit der Produkte belegen; Marktakzeptanz der mit dem Vero-Cell-Verfahren hergestellten Impfstoffe im Vergleich zu aus Eiern oder mit anderen Verfahren gewonnenen Vakzinen; das unveränderte Interesse der Öffentlichkeit an der Bekämpfung der Vogelgrippe und anderer pandemischer Bedrohungen; sowie anderen Risiken, die das Unternehmen auf dem aktuellen Formular 10-Q und anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereichten Unterlagen erfasst hat, die allesamt auf der Internetseite des Unternehmens eingesehen werden können. Das Unternehmen verpflichtet sich nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren./

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Markus Reinhard
Baxter AG
Industriestraße 67, 1220 Wien
Telefon: 01-20100-0
markus_reinhard@baxter.com

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