Grossmann: Politik muss Rahmenbedingungen für glücklichere Jugend schaffen

Schwerwiegende Ergebnisse der aktuellen Jugendstudie

Wien (SK) - Für SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann belegt die aktuelle Jugendstudie des Jugendforschers Heinzlmaier, "das was junge Menschen tagtäglich mitteilen wollen". Laut besagter Studie nehme der Druck auf junge Menschen immer unerträglichere Ausmaße an, mit der Folge dass Depressionen, die oft nur mit Psychopharmaka behandelt werden können, steigen. "Materialismus und übertriebener Leistungsdruck verdrängen Menschlichkeit und Wärme", befürchtet Grossmann. ****

Viele Jugendliche geben in der Studie an, nur aufgrund ihrer Leistungen wahrgenommen und geliebt zu werden und nicht um ihrer selbst wegen. "Die Politik der letzten Jahre", ist Grossmann überzeugt, "hat diese Tendenzen drastisch verstärkt." Dieses Ergebnis gehe auch aus der aktuellen Studie hervor.

Darüber hinaus würden Zugangsbarrieren für Hochschulbildung, Ausbildungsplätze und BerufseinsteigerInnen immer mehr junge Menschen frustriert zurück lassen. Bestärkt würde dies, so die SPÖ-Jugendsprecherin, "durch unser derzeit streng selektives Schulsystem, das Jugendliche in erster Linie über ihre Schwächen statt ihre Stärken definiert und damit verhindert, ihr Selbstbewusstsein auszubauen." VolksschülerInnen würden mit allen erdenklichen Mitteln dazu getrimmt, 'Gymnasialreife' zu erlangen und bereits unsere Jüngsten quälen Versagensängste und Ängste vor Liebesentzug. "Es ist höchste Zeit, dem entgegenzusteuern. Nachdem Kinder- und Jugendpolitik eine klassische Querschnittsmaterie ist, sind alle Ministerien aufgefordert, in ihrem Wirkungsbereich Akutmaßnahmen zu erarbeiten und diese im Rahmen eines runden Tisches zu koordinieren", betont Grossmann.

Menschlichere Schule

Besonders rasch müsse eine "menschlichere Schule" realisiert werden, die die ihr anvertrauten Kinder in erster Linie als Menschen mit Gefühlen wahrnimmt, bekräftigt die SPÖ-Jugendsprecherin. Sie erwarte sich aus diesem Grund, dass das derzeit in Ausarbeitung befindliche Jugendwohlfahrtsgesetz auch Antworten auf Kindeswohlbeeinträchtigungen durch Überforderung und übertriebenen Leistungsdruck gebe.

"'Wer Probleme hat, macht Probleme' - diesen Satz sollten wir uns vor allem bei der aktuellen Diskussion um Alkoholmissbrauch und Jugendkriminalität vor Augen halten", gibt Grossmann abschließend zu bedenken. (Schluss) sl/mm

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