Pflege- und PatientInnenanwalt lobt Wiener Gebietskrankenkasse

Pilotprojekt Bewegung auf Krankenschein ist der richtige Weg zur Prävention

Wien (OTS) - Der Wiener Pflege- und PatientInnenanwalt Konrad Brustbauer begrüßt am Mittwoch das Pilotprojekt der Wiener Gebietskrankenkasse, mit dem PatientInnen in den Bezirken Favoriten und Rudolfsheim mit Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Übergewicht "Bewegung auf Krankenschein" verordnet werden kann. " Eine sehr erfolgsorientierte Präventivmaßnahme, deren Stellenwert gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann", gibt sich Brustbauer erfreut.

Es geht natürlich nicht darum, Fitnesseinrichtungen zu subventionieren und ein Kassenzuschuss macht natürlich nur Sinn, wenn die betroffenen PatientInnen an ihren ungesunden Lebensgewohnheiten etwas ändern wollen. Übergewicht mit all seinen negativen Folgewirkungen auf Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und natürlich auch auf den Bewegungsapparat wird man bekanntlich nicht von heute auf morgen los und es bedarf sicher hoher Disziplin bei den Ernährungs-und Bewegungsgewohnheiten eine nachhaltige Änderung herbeizuführen. RisikopatientInnen gibt es jedenfalls genug, wie man Statistiken und Pressemeldungen, etwa über die hohe Zahl übergewichtiger Kinder, in letzter Zeit entnehmen konnte. Nicht selten endet jegliche sportliche Betätigung junger Menschen mit Abschluss der Schule, wo wenigstens noch der Turnunterricht für Bewegung sorgt. Hier kann etwa das Pilotprojekt der Gebietskrankenkasse ansetzen.

Sozialversicherungsträger profitieren letztlich

Mögliche Kritik, dass jeder, der wolle, ohnehin eines der vielen Freizeitsportangebote nützen könne, lässt Brustbauer so nicht gelten:
"Es geht auch darum, eine ärztliche Initialzündung zu einer gesunden Lebensweise zu geben." Selbst dann, wenn nicht alle RisikopatientInnen durchhalten: Jede(-r) Einzelne mit positiv veränderten Lebensgewohnheiten erspart der Krankenkasse auf längere Sicht viel mehr Geld für die Behandlung von Zivilisationskrankheiten, als jene 35 Euro, die vorerst als Kassenzuschuss investiert werden.

Aus der Sicht des Wiener Patientenanwaltes hat das Pilotprojekt auch Signalwirkung: Immer wieder gebe es Vorstöße, wonach jene, die Sport betreiben, für allfällige Behandlungskosten nach Sportunfällen selbst vorsorgen sollen. "Ich will niemandem eine Freizeitunfallversicherung ausreden. Ganz im Gegenteil," so Brustbauer, "aber es kann nicht sein, dass man auf der einen Seite völlig zu Recht Bewegung als Vorbeugung gegen Zivilisationskrankheiten einfordert und gleichzeitig zusätzliche Versicherungskosten für damit verbundene Unfallrisiken - sieht man einmal von Extremsportarten ab - finanziell den PatientInnen aufbürdet. Letztlich profitieren die Sozialversicherungsträger von einer gesunden und sportlichen Lebensweise. Im Übrigen ist die Führung von Unfallspitälern nicht zuletzt auch deshalb eine öffentliche Aufgabe der Gebietskörperschaften und Sozialversicherungsträger", schließt Brustbauer.

(Schluss) red

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