Van der Bellen: ÖVP-Bildungspolitik ist Politik der Ausgrenzung von MigrantInnenkindern

Nach PISA und OECD-Studien müßten eigentlich alle Alarmglocken schrillen

Wien (OTS) - Die OECD-Studie bestätigt, dass Österreichs Bildungswesen die Integration von Kindern von MigrantInnen schlechter bewältigt als andere Staaten. "Statt dass nun alle Alarmglocken schrillen, interpretiert der Bildungssprecher der ÖVP, Fritz Neugebauer, das als Bestätigung der ÖVP-Bildungspolitik. Die ÖVP hat aus der PISA-Studie nichts gelernt und will nun auch die OECD- Studie ignorieren. Sie will damit aktiv auch in der Bildungspolitik eine Politik der Ausgrenzung fortsetzen, wie sie sie schon im Fremdenrecht betreibt. Die Platter-Missethon-Linie bestimmt nun offenbar auch die Bildungpolitik der ÖVP", kritisiert Alexander Van der Bellen, Bundessprecher der Grünen. "Es scheint, als wäre es der ÖVP nur recht, dass Bildung immer mehr zum teuren und nur für wenige Menschen erreichbaren Gut wird," kritisiert Van der Bellen. Von sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit kann längst keine Rede mehr sein.

Die Studien von IHS und OECD bestätigen die Forderungen der Grünen nach einem verpflichten Kindergartenbesuch, gemeinsamer Pflichtschulausbildung, mehr individueller Förderung und besserer Nutzung der muttersprachlichen Kompetenzen der in Österreich lebenden Kinder. "Gerade im Sprachbereich verschenkt Österreich Ressourcen. Anstatt die Mehrsprachigkeit zu fördern und diesen Startvorteil zu nutzen, werden Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache stigmatisiert. Sprachförderung muss mehr sein, als der Erwerb der Unterrichtssprache Deutsch", so Van der Bellen. Die Schaffung eines kostenlosen Kindergartens und die Verlagerung des Förderunterrichts an die Schulen würde den Familien eine sofortige Entlastung bringen, die mit keiner Steuerreform erreicht werden kann.

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