Wehsely zum Welt-Alzheimertag: Früherkennung als Chance

2. Wiener Alzheimertag im Wiener Rathaus am 24. November

Wien (OTS) - Die Lebenserwartung der Menschen steigt
kontinuierlich, gleichzeitig steigt jedoch auch die Zahl der Demenzerkrankungen. Derzeit leiden in Österreich rund 100.000 Menschen an Demenzen, 70 bis 80 Prozent davon an Alzheimer. Die Alzheimer-Krankheit befällt jene Teile des Gehirns, die für Denkfähigkeit, Gedächtnis, Sprache, räumliches Orientierungsvermögen und andere höhere kognitive Leistungen verantwortlich sind. "ExpertInnen schätzen, dass sich die Zahl der Alzheimerkranken in 40 Jahren verdoppelt haben wird. Alzheimer ist darum eine der größten medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts", unterstreicht die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely am Mittwoch.

Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September verweist Wehsely auf das umfangreiche Betreuungsangebot für Demenzkranke und deren Angehörige in Wien. Früherkennung und möglichst rasche Behandlung seien besonders wichtig. "Obwohl bis heute keine Heilung der Krankheit möglich ist, kann das Fortschreiten der Erkrankung gebremst, die Symptome können gemildert und die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen kann deutlich erhöht werden", so die Gesundheitsstadträtin. Zur Früherkennung und Abklärung von Gedächtnisstörungen stehen in Wien die Memory-Kliniken im Donauspital, im Geriatriezentrum am Wienerwald sowie im AKH und das Gerontopsychiatrische Zentrum des PSD Wien (Psychosozialer Dienst) zur Verfügung.

Spezielle Einrichtungen zur Betreuung bereits erkrankter Personen bietet die Stadt Wien im Geriatriezentrum am Wienerwald, im Otto-Wagner-Spital sowie im Geriatriezentrum Klosterneuburg und im Geriatriezentrum Baumgarten. Überdies gibt es drei spezialisierte Tageszentren der Stadt Wien. Eine telefonische Erstberatung erhält man beim Psychosozialen Dienst unter der Telefonnummer 01/ 31 330. Besonderen Wert legen die Einrichtungen der Stadt Wien auf die Beratung und Unterstützung betreuender Angehöriger.

Hirnleistungs- und Verhaltensstörungen als Symptome

Die Alzheimer-Erkrankung beginnt ganz allmählich und auch die Verschlechterung des Zustands geht meist schleichend vor sich. Die Ursachen der Erkrankung sind bis heute unbekannt. Betroffen sind alle gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen, und zwar unabhängig von Geschlecht, sozialem Rang, ethischer Zugehörigkeit oder geografischem Lebensraum. Obwohl die Alzheimer-Krankheit vorwiegend bei älteren Personen in Erscheinung tritt, können in seltenen Fällen auch sehr junge Menschen unter 35 Jahren betroffen sein. Das Krankheitsbild ist durch zwei Symptombereiche gekennzeichnet: Einerseits leiden die PatientInnen an
Hirnleistungsstörungen (Störungen der Sprache, des Gedächtnisses, des Urteilsvermögens, der Orientierung), andererseits kommt es zu Verhaltensstörungen und Persönlichkeitsveränderungen (Depressionen, Reizbarkeit, Antriebsmangel, Halluzinationen, Aggression, Unruhe oder Wandertrieb).

Dem Vergessen vorbeugen

ExpertInnen gehen davon aus, dass man Demenzerkrankungen bereits im jüngeren Erwachsenenalter den Kampf ansagen kann. Generell gilt:
Körperliche und geistige Aktivität verringern das Demenzrisiko. Aber auch eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung (wenig Fett, regelmäßig Fisch, reichlich Obst und Gemüse) und ausreichend Bewegung wird von MedizinerInnen zur Vorbeugung von Demenzerkrankungen empfohlen.

2. Wiener Alzheimertag im Wiener Rathaus

Am 24. November 2007 wird im Wiener Rathaus der 2. Wiener Alzheimertag stattfinden. Ziel der Veranstaltung ist es, die Wienerinnen und Wiener umfassend über die Möglichkeiten zur Demenz-Prävention sowie zur Behandlung und Versorgung von DemenzpatientInnen und deren Angehörigen kostenlos zu informieren. Für ÄrztInnen und medizinische Fachkräfte wird parallel ein hochkarätig besetztes Demenzsymposium in Kooperation mit Medizinischen-Fachgesellschaften und Verbänden abgehalten.

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