"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Nebeneinander" (Von Johannes Huber)

Ausgabe vom 18. September 2007

Wien (OTS) - Sollte noch ein Nachweis dafür notwendig gewesen
sein, wie schlecht es um die Ausländerintegration bestellt ist, dann ist er vollbracht: Weil drei Islamisten mit (mutmaßlich) terroristischem Hintergrund festgenommen worden sind, stehen 400.000 Muslime unter Rechtfertigungsdruck. Wie konnten sie deren Umtriebigkeiten zulassen? Auf welcher Seite stehen eigentlich sie? Bekennen sie sich zu unseren Werten oder bekämpfen sie diese?
Als Sensation wurde gestern gar gewertet, dass sich die Islamische Glaubensgemeinschaft von den erwähnten Islamisten distanziert hat: Es habe sich um eine "isolierte Gruppe" gehandelt; der Hauptverdächtige sei nicht zugänglich gewesen.

Die Fragestellungen machen deutlich, dass wir viel zu wenig über (bald) eine halbe Million Mitbürger wissen. Wir leben nicht mit, sondern neben ihnen. Oder noch treffender: Aneinander vorbei.
Wie wir, so sind auch die Muslime eine bunte Gesellschaft: Die meisten basteln sich ihr eigenes Wertesystem zusammen, viele sind religiös, ein Bruchteil ist radikal, eine Handvoll brandgefährlich.

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