Lichtenecker: Kritik an Konecny-Aussagen zu AKW Temelin

Stilllegung muss Ziel bleiben, Tschechien muss Sicherheitsbedenken ernst nehmen

Wien (OTS) - Kritik an den Aussagen des Delegationsleiters der interparlamentarischen Temelin-Kommission, Albrecht Konecny, übt die Umweltsprecherin der Grünen, Ruperta Lichtenecker. Konecny wird in der Tageszeitung Österreich mit der Aussage zitiert, dass über ein Zusperren Temelins gar nicht mehr diskutiert werde, sondern eine permanente Einbindung Österreichs in Sicherheitsfragen das Ziel der Kommissionsarbeit sei. "Konecny will den Kampf gegen Temelin offensichtlich aufgeben. Eine ‚permanente Einbindung’ Österreichs in Sicherheitsfragen bedeutet nämlich nichts anderes, als den jahrelangen fruchtlosen Sicherheitsdialog mit Tschechien auch die nächsten Jahre fortzusetzen, ohne dass die gravierenden Sicherheitsmängel auch nur ansatzweise behoben werden", kritisiert Lichtenecker und fordert: "Die Stilllegung Temelins muss das erklärte Ziel Österreichs bleiben".
Konkretes Ziel für das heute und morgen in Wien stattfindende Treffen der interparlamentarischen Temelin-Kommission ist eine klare Stellungnahme der tschechischen Seite zu den von den österreichischen Experten vorgelegten gravierenden Sicherheitsmängeln des tschechischen AKW. "Beharren die tschechischen Vertreter in der Kommission wie bisher darauf, dass alle Sicherheitsmängel zufriedenstellend behoben sind,
so sollte die Arbeit der Kommission nach dem morgigen Tag beendet werden. Denn sinnlose Beschäftigungstherapie gab es in der Causa Temelin in den letzten Jahren zur Genüge", so Lichtenecker.

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