Kopietz an Walter: Wiener ÖVP-MandatarInnen packeln mit Strache. Tatsache!

Wiener SPÖ-Landesparteisekretär kritisiert "versuchte Kindesweglegung" der Wiener Volkspartei

Wien (SPW) - "MandatarInnen und AktivistInnen der Wiener ÖVP,
allen voran der ÖVP-Gemeinderat Wolfgang Aigner, haben sich mit Strache und seiner Anhängerschaft auf ein ‚Packel zsamm ghaut’. Das kann Herr Walter noch so oft leugnen, es ist Tatsache", ging der Landesparteisekretär der Wiener SPÖ, LAbg. Harry Kopietz am Montag auf entsprechende Aussendungen von Wiener ÖVP-Landesgeschäftsführer Norbert Walter ein. Es sei ganz klar nachzuvollziehen, dass der ÖVP-Gemeinderat Wolfgang Aigner durch einen unmissverständlichen Aufruf versucht habe, die Menschen in Brigittenau "aufzuhussen" und gegeneinander auszuspielen. "Nun Kindesweglegung zu betreiben und sich als Unschuldslamm zu präsentieren, lassen wir mit Sicherheit nicht durchgehen", stellte Kopietz klar und legte nach: "Bei Demonstrationen von solcher Tragweite werden wir nie und nimmer über Verfehlungen hinweg sehen, selbst wenn manche ÖVP-Mandatarinnen und -Mandatare nun weiche Knie bekommen."****

Die nunmehrige Argumentation der Wiener ÖVP und ihre plötzliche Wandelbarkeit sei Ausdruck "absoluter Rückgratlosigkeit", konstatierte der Landesparteisekretär. "Jedem Menschen, der nur halbwegs über Hausverstand verfügt, ist spätestens nach Lektüre der Homepage der Bürgerinitiative klar, welches ‚Publikum’ bei solch einer Demonstration anwesend sein würde", ging Kopietz auf das "offensichtlich unterentwickelte politische Gespür" von Aigner ein. In dem Zusammenhang zitierte er zur Untermauerung aus www.moschee-ade.at: "Wir haben den muslimischen Mitbürgern und -bürgerinnen einen Finger gereicht und müssen heute feststellen, dass uns nicht nur eine Hand, sondern bald ein ganzer Arm genommen wird."

Dies sei "Propaganda von der übelsten Sorte, die Teile der Wiener ÖVP unterstützt haben und womöglich weiter unterstützen", so Kopietz, der außerdem daran erinnerte, dass eben diese Homepage von der FPÖ finanziert wurde. "Auch die ÖVP wusste davon, sollte sie sich nicht ein tagelanges Medienverbot auferlegt haben", betonte Kopietz mit Sarkasmus. Und selbst wenn sich die Wiener ÖVP nun "dermaßen unglaubwürdig naiv" stelle, es hätte gereicht, sich bei der Sprecherin der Bürgerinitiative Dammstraße Hannelore Schuster, der Schwiegermutter vom Wiener ÖVP-Obmann und Bundesminister Johannes Hahn, zu informieren, was auf sie zukommen würde.

"Fakt ist, dass kein Vertreter der Wiener ÖVP den Aufruf zur Demonstration zurückgezogen hat, sondern weiter forciert wurde! Übrigens auch ohne großen Protest von Frau Sirvan Ekici, ÖVP-Gemeinderätin und Integrationssprecherin", so Kopietz, der abschließend feststellte: "Was sie auf dieser geschmacklosen Demonstration zu suchen hatte, wird sie wohl noch vielen Musliminnen und Muslimen erklären müssen!" (Schluss) ah

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