Islam-Debatte - SP-Yilmaz und SP-Al-Rawi: "ÖVP kann sich bei sich selbst entschuldigen!"

VP-Gemeinderat Aigner hat zur Anti-Moschee-Demo aufgerufen und war vor Ort

Wien (SPW-K) - "Wenn die Wiener ÖVP unbedingt Entschuldigungen für den eigenen Aufruf und die Teilnahme an der Anti-Moschee-Demo haben möchte, soll sie sich an ihren Parteikollegen Gemeinderat Aigner wenden. Denn er hat zur Demo aufgerufen und war auch vor Ort", reagierten heute die Wiener SPÖ-Abgeordneten Nurten Yilmaz und Omar Al-Rawi auf eine "einigermaßen skurrile Forderung" der ÖVP Wien. "Dass man nach der rechtsextremen Vereinnahmung der Demo die Rolle Gemeinderat Aigners vor Ort plötzlich uminterpretieren möchte, ist mehr als scheinheilig. Wir haben im Vorfeld eindringlich vor rechten Ausschreitungen bei dieser Demo gewarnt, der ÖVP-Gemeinderat hat aber weiterhin stur zu dieser Veranstaltung aufgerufen. Wir senden der ÖVP gerne das entsprechende Flugblatt zu." VP-Aigner habe damit entscheidend dazu beigetragen, dass "Bürgeranliegen von rechtsextremer Seite missbraucht und vereinnahmt werden."

Besonders scheinheilig sei in diesem Zusammenhang auch das Verhalten von ÖVP-Gemeinderätin Sirvan Ekici, die noch im letzten Wahlkampf im Islamischen Zentrum in der Dammgasse auf Stimmenfang gewesen sei. "Wählerstimmen möchte man haben, aber die Menschen dahinter sind der ÖVP offenbar egal", betonten Yilmaz und Al-Rawi. "Und wenn wir schon beim Thema Entschuldigen sind: Wo bleibt die Entschuldigung von Landeshauptmann Erwin Pröll, der Moscheen und Minarette als "artfremd" bezeichnet hatte?" (Schluss)

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