Industrie: Masterplan Luftfahrt gemäß Regierungsprogramm in Angriff nehmen

Funktionierende Anbindung an globale Märkte unabdingbare Standortvoraussetzung - Leistungsfähiger Flughafen für Headquarter entscheidender Standortfaktor

Wien (OTS) - (PdI) "Der Masterplan Luftfahrt sollte gemäß Regierungsübereinkommen rasch in Angriff genommen werden. Österreichs Luftverkehrssystem muss die Erfolgsstrategie weiterverfolgen, um den Standortvorteil durch die idealen geopolitischen Vorzüge Wiens und Österreichs zu nutzen", so Markus Beyrer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), in seinen Eröffnungsworten zum Sechsten Luftfahrtsymposium im Haus der Industrie, heute, Montag. Eine hohe Dienstleistungsqualität der österreichischen Luftfahrt sei entscheidend für den Industriestandort. Beweis dafür sei die Flughafen Wien Gruppe. Die am Standort Flughafen angesiedelten Unternehmen inklusive AUA und die Zulieferbetriebe sichern rund 68.000 Arbeitsplätze und erwirtschaften eine Wertschöpfung von 4,8 Mrd. Euro. "Eine gesicherte internationale Vernetzung ist aber auch für alle anderen heimischen Unternehmen von größter Bedeutung. Bei Geschäftsreisen ins Ausland ist das Flugzeug mit einem Marktanteil von 55% das weitaus wichtigste Verkehrsmittel. Aus Sicht der Industrie führt daher auch kein Weg am raschen Bau einer dritten Piste vorbei", betonte Beyrer.

Wien muss seine Position als internationales Gateway nach Zentral-und Osteuropa nicht nur behaupten, sondern weiter als Wohlstandsknoten ausbauen", betonte der IV-Generalsekretär. Die Weiterentwicklung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingung für eine hohe Qualität der Luftfahrtdienstleistungen sei auch zentral auf der Agenda der Industriellenvereinigung.

IV-Vize-Generalsekretär Peter Koren erklärte zur aktuellen Diskussion um den Klimawandel und die damit einhergehende Forderung nach Besteuerung von Kerosin: "Der mit Abstand größte Co2-Emittent ist nicht der Flugverkehr, sondern der individualisierte PKW-Verkehr. Ein Problem, das es als erstes zu lösen gilt, und wo auf nationaler Ebene sehr wohl Maßnahmen ergriffen werden können", so Koren.

Eine Diskussion über eine Kerosinsteuer könne nur auf internationaler Ebene Sinn machen, nicht aber auf einer rein europäischen und schon gar nicht auf einer rein nationalen Stufe. "Unter diesem Gesichtspunkt ist auch eine Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel problematisch."
Alternativen seien aber vorhanden: "So könnte eher ein einheitlicher europäischer Luftraum in punkto Co2-Emissionen durch verkürzte Warteschleifen wesentliche Einsparungen bewirken", so Koren.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: (++43-1) 711 35-2306
Fax: (++43-1) 711 35-2313
info@iv-newsroom.at
http://www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001