VP-Hoch und BV Reichard: 2. U-Bahnanbindung für Hauptbahnhof unerlässlich

Aufwertung des Lainzer Tunnels erfordert neues U-Bahn Konzept

Wien (VP-Klub) - "Bei einem voraussichtlichen Zustrom von Bahnfahrgästen, Bewohnern und Beschäftigten in einem maximalen Ausmaß von 160.000 Personen täglich in das geplante Areal des Hauptbahnhofes am Südtiroler Platz ist ohne eine direkte Anbindung der geplanten U2-Verlängerung ein Verkehrschaos vorprogrammiert", sagten heute ÖVP Wien Planungssprecher und Favoritner ÖVP-Bezirksparteiobmann LAbg. Alfred Hoch und Wiedens Bezirksvorsteherin Susanne Reichard im Rahmen einer Pressekonferenz.

Den noch vor der Eröffnung des Bahnhofes vollendeten Lainzer Tunnel bezeichnete Hoch in diesem Zusammenhang als einen der Auslöser für den Bedeutungszuwachs des Hauptbahnhofes. "Entgegen der ursprünglichen Planung der ÖBB, dass 90 Prozent der Züge durch den Lainzer Tunnel für Gütertransport, aber nur 10 Prozent für Personenverkehr vorgesehen sind, soll es eine Kapazitätsverschiebung in Richtung Personenverkehr im Ausmaß von 60 zu 40 Prozent geben", so Hoch.

"Der Lainzer Tunnel schafft die Voraussetzung dafür, dass die meisten Züge der Südbahn, der Westbahn und der Pottendorfer Linie direkt zum Hauptbahnhof geführt werden. Damit wird der Westbahnhof, was das Fahrgastvolumen betrifft, eindeutig an Bedeutung verlieren. Die Stadt Wien ist da bezüglich des Westbahnhofs bei ihren Planungen von den Entwicklungen überrollt worden", meinte Hoch. Dies führe, so Reichard, vor allem zu negativen Auswirkungen was die Verkehrsentwicklung in Wieden betrifft.

Ihrer Meinung nach müsste die U-Bahnverbindung zum Hauptbahnhof so ausgebaut werden, dass die umliegenden Bezirke durch das zu erwartende Verkehrsaufkommen in ihrer Lebensqualität nicht eingeschränkt würden. Bei dem geplanten Stadtteil im Bereich des Hauptbahnhofes handle es sich immerhin, so Reichard, um eine Stadt in den Ausmaßen von Krems. Außerdem sei es den in Wien ankommenden Touristen nicht zumutbar, in der schon derzeit überfüllten U-Bahn in das Stadtzentrum fahren zu müssen.

U-Bahnkonzept für den Hauptbahnhof präsentiert

"Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln beim neuen Hauptbahnhof wird derart unzureichend sein, dass eigentlich nur noch das Auto als Alternative bleibt", bestätigt Hoch. Und der ÖVP-Planungssprecher weiter: "Wir fordern daher eine zweite direkte U-Bahnverbindung zum geplanten Hauptbahnhof." Seinem Vorschlag nach sollte die vorgesehene U2-Verlängerung vom Karlsplatz nicht wie von der Stadt Wien vorgesehen am Hauptbahnhof vorbeigeführt werden, sondern direkt zum Bahnhof führen. Über einen Ast der U1 - die Teilung würde beim Südtirolerplatz erfolgen - würde nach diesen Vorstellungen eine Station innerhalb des geplanten Stadtteilzentrums möglich sein. In weiterer Folge könnte man über eine U1-Endstation Monte Laa auch das dortige Wohngebiet an das U-Bahnnetz anschließen.
Eine weitere, bereits diskutierte, mögliche Variante wäre die in Hochlage geführte Verlängerung der U6 vom Margaratengürtel kommend bis zum Südtiroler Platz.

Die Kosten würden sich, basierend auf den Berechnungen des Kontrollamtes, ohne Planungsvorleistungen auf 500 Millionen Euro für insgesamt 9,1 U-Bahn-Kilometer belaufen. "Ein Betrag, der sich zumindest verdoppeln würde, wenn man erst später, also nach Fertigstellung des Bahnhofs, in Sachen U-Bahnanbindung aktiv werden würde", so Hoch.

"Die Stadt Wien muss jetzt in einer Nachdenkpause ihr U-Bahnkonzept für den Hauptbahnhof überarbeiten, damit man dann nicht in zehn Jahren draufkommt, man hätte doch lieber gleich eine zweite U-Bahnbindung bauen sollen. Eine solche späte Erkenntnis käme dann dem Wiener Steuerzahler sehr teuer, da dann erst im nachhinein eine entsprechende Trasse eingebaut werden müsste", so Hoch und Reichard abschließend.

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