Amon unterstützt Schüssel-Vorschlag

Wenn Flat Tax, dann für alle

Wien (OTS) - Positiv bewerte heute, Montag, ÖAAB-Generalsekretär und ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR Werner Amon die Vorschläge von ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel in der heutigen Ausgabe der "Salzburger Nachrichten" im Zusammenhang mit der Steuerentlastung. "Das Wesen einer Flat Tax nach dem Modell von Prof. Rabushka und Prof. Hall bringt es mit sich, dass diese nicht nur für Unternehmen gelten soll, sondern wenn eine Flat Tax kommt, müssen natürlich alle Steuerzahlergruppen in diese Überlegung miteinbezogen werden. Das heißt, dass eine Diskussion über die Schaffung eines einheitlichen Steuerzahlerbegriffes zu führen wäre, denn warum sollen nicht Arbeitnehmer und Arbeitgeber ihre Vorschreibung auf gleiche Art und Weise erledigen, indem beide Gruppen eine Einkommenssteuererklärung leisten", so Amon.

Dadurch würde man den zunehmend unschärferen Grenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Rechnung tragen. "Schließlich war es die Arbeitgeberseite, die die Arbeitslosenversicherung für Unternehmer, die "Abfertigung Neu" für Unternehmer und ein steuerliches Äquivalent zur begünstigten Besteuerung des 13. und 14. Monatsbezuges in Diskussion gebracht haben. Im Gegensatz dazu kommt von der Arbeitnehmerseite die Forderung nach einer verstärkten Mitarbeiterbeteiligung, die viele Fragen der Beteiligungsform aufwirft (zB Kapitalbeteiligung, Gewinnbeteiligung etc.)", so Amon.

Um diesen Tendenzen der Angleichung Rechnung zu tragen, muss man daher auch über einen einheitlichen Steuerzahlerbegriff nachdenken, denn "wenn eine Flat Tax kommt, wäre diese natürlich für alle Steuerzahlergruppen sinnvoll".

Weiters wies Amon darauf hin, "dass wir eine unsaubere Trennung im Bereich der sozialen Umverteilung haben. Entweder man gestaltet die Umverteilung durch eine Steuerprogression, dann müsste aber gelten, dass alle Sozial- und Transferleistungen unabhängig vom Einkommen gezahlt werden müssen. Im Falle einer Flat Tax für alle müsste man hingegen über das Sozial- und Transfersystem den sozialen Ausgleich herstellen", betonte Amon.

Allgemein stellte Amon klar, dass "es weder beim Steuer- noch beim Sozialsystem so sein kann, dass sich jeder die Rosinen herauspickt, mit den weniger erfreulichen Teilen aber nichts zu tun haben möchte. Wenn man über die Harmonisierung verschiedenster Bereiche des Steuer-oder Sozialsystems nachdenkt, muss man auch die Balance und soziale Gerechtigkeit dieser Maßnahmen im Auge haben", schloss Amon.

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