Wiener ÖVP fordert zusätzlichen U-Bahn-Anschluss für Hauptbahnhof

Wien (OTS) - In einem gemeinsamen Mediengespräch forderte der Planungssprecher der Wiener ÖVP, GR Alfred Hoch, und die Bezirksvorsteherin von Wieden, Susanne Reichard, am Montag eine zusätzliche U-Bahn-Anbindung für den zukünftigen Hauptbahnhof. Bereits jetzt stoße die U1, die derzeit mit der Station "Südtiroler Platz" die einzige U-Bahn-Anbindung ist, "an ihre Kapazitätsgrenzen", so Reichard. Konkret schlagen die beiden Politiker drei Möglichkeiten vor: Zum einen die Errichtung eines neuen U1-Astes beginnend vom Südtiroler Platz bis zu "Monte Laa", eine Verlängerung der U2 von "Eurogate" und "Arsenal" bis zum Südtiroler Platz bzw. als kostengünstigste Version die Errichtung eines Abzweigers der U6 von der Gumpendorfer Strasse in Richtung Hauptbahnhof.

Laut Hoch werde der neue Hauptbahnhof, der bis 2015 fertig gestellt sein soll, "der" neue Verkehrsknotenpunkt Wiens werden. Er rechne mit 145.000 bis 180.000 Personen, die täglich den Bahnhof bzw. dessen geplanten Arbeits- und Wohnareale nutzen werden. Noch sei es Zeit, den neuen Hauptbahnhof, den beide als "Jahrhundertchance" bezeichneten, adäquat an das öffentliche Verkehrsnetz von Wien anzuschließen. In Summe würde es dabei um die 500 Millionen Euro gehen, so der Planungssprecher, der weiters meinte, dass man die Budgets für die geplante U1-Erweiterung in Richtung Rothneusiedl für die Errichtung des Zubringers zum Hauptbahnhof bzw. nach "Monte Laa" umwidmen könnte.

Der Westbahnhof werde jedenfalls, so Hoch abschließend, in "10 bis 15 Jahren von nur mehr lokaler Bedeutung sein." Argumentativ begründete er dies mit einer Frequenzverschiebung seitens der ÖBB, die mithilfe des bis 2015 fertig gestellten Lainzer Tunnels, gegenwärtig von einem Verhältnis 60 Prozent Güterverkehr zu 40 Prozent Personenverkehr ausgehe. Zu einem früheren Zeitpunkt sei man noch von einem Verhältnis 90 Prozent Güter- und nur 10 Prozent Personenverkehr ausgegangen, schloss Hoch. (Schluss) hch/

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