Grüne NÖ: Pflegeschule St. Pölten ist "krank"

Krismer: Spitalsholding und Schulleitung müssen rasch reagieren

St. Pölten (Grüne) - Der Grüne AK-Rat Samir Kesetovic und die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Dr. Helga Krismer sind ob der schwere Vorwürfe von drei Lehrerinnen in einem offenen Brief erschüttert. "Dass PflegeschülerInnen aufeinander sitzen, weil die Räumlichkeiten zu eng für mehr als 100 SchülerInnen sind, ist lange bekannt. Wurde aber unter der Tuchent gehalten. Die in Aussicht gestellten Ausbaupläne sind für die SchülerInnen derzeit kein Trost", drängt Krismer auf eine solide interimistische Lösung, damit die Qualität der Ausbildung nicht leidet. Schockiert ist der Grüne AK-Rat Kesetovic: "Es traut sich niemand Kritik im Betrieb Kritik zu üben, obwohl das die einzige Möglichkeit ist, besser zu werden. Auch dieses Mal trauen sich drei LehrerInnen erst vor den Vorhang, als sie den Job wechselten. Das "Mund-tot-machen" hat in der Holding schon System. So stelle ich mir eine moderen Betriebsführung zur Verbesserung der Qualität nicht vor." Krismer meint, dass jetzt die Früchte des Pflegepersonalmangels vergangener Jahre geerntet werden. "Es sind nicht alle Pflegeschulen am letzten Stand. Hier wurde in vergangenen Jahren zu wenig investiert. Die Pflege-Fachhochschule in Baden ist auch nicht morgen fertig. Es muss rasch an einer durchgehenden Ausbildung für Pflegepersonal vom Bett bis Managementjobs gearbeitet werden. Auch die Qualifikationen von Lehrenden müssen noch diskutiert werden," meint die Grüne Gesundheitssprecherin. Die Pflegeschule St. Pölten ist nur die Spitze des Eisberges.

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