ARBÖ: "Rehbock-Single sucht Ricke" - Gefahr von Wildunfällen steigt

Wien (OTS) - "Stattlicher Rehbock-Single sucht Ricke" - Jetzt,
wenn beim Wild die Brunftzeit anbricht, steigt auch die Gefahr von Wildunfällen, warnt der ARBÖ. Hinzu kommt, dass Rehe, Hirsche, Hasen & Co. Anfang Herbst auch öfters unterwegs sind, um sich vor der nahrungsarmen Jahreszeit noch genügend Energiereserven raufzufuttern.

Kreuzen partnersuchende oder hungrige Tiere die Fahrbahn, kann es schlimme Folgen haben: Im Vorjahr gab es laut Statistik Austria 133 Wildunfälle bei denen 150 Menschen verunglückten. Die meisten Wildunfälle passierten 2006 in Oberösterreich (38), gefolgt von Niederösterreich (37) und der Steiermark (28).

Die ARBÖ-Tipps bei Wildwechsel:

  • Erhöhte Vorsicht sobald Verkehrszeichen auf Wildwechsel aufmerksam machen oder wenn man auf wenig befahrenen Nebenstraßen in ländlichem Gebiet unterwegs ist.
  • Mit Wildwechsel sollte besonders bei Übergängen zwischen Feld und Wald, Waldbereichen oder bei Obstgärten gerechnet werden. Unbedingt mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sein.
  • Überquert Rehwild bei Dämmerung oder Nacht die Straße, mehrmals kurz die Hupe betätigen. Nicht dauerhupen. Fernlicht irritiert das Wild, sodass es einfach mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt.
  • Das Fahrzeug keinesfalls verreißen oder Haken schlagen.

Wenn ein Zusammenstoß unvermeidbar ist

Der ARBÖ warnt davor, dem Wild auszuweichen, wenn das Risiko besteht, gegen einem Baum zu prallen, im Straßengraben zu landen oder den Gegenverkehr zu gefährden. Wenn man merkt, dass ein Zusammenstoß mit dem Rotwild nicht mehr vermeidbar ist, sollte man das Lenkrad gut festhalten, damit das Fahrzeug beim Zusammenprall nicht von der Spur abkommt und in den Gegenverkehr kracht.

Ausweichmanöver sind sowohl in Waldgebieten als auch bei Feldern sehr riskant. Es besteht die Gefahr in Waldgebieten gegen einen Baum zu prallen und schwer verletzt zu werden. Beim Überfahren von Wassergräben am Straßenrand besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug sich überschlägt.

Was nach einem Wildunfall zu tun ist

Ist ein Wildunfall passiert, muss die Unfallstelle abgesichert und die Polizei verständigt werden. Gemäß Paragraph 4 Absatz 5 Straßenverkehrsordnung besteht bei einem Wildschaden unverzüglich Verständigungspflicht. Wer keine Meldung vornimmt, macht sich wegen Nichtmeldens eines Sachschadens strafbar.

Das tote Tier darf nicht mitgenommen werden. Besteht eine Kaskoversicherung für das Kraftfahrzeug, ist diese vom Unfall in Kenntnis zu setzen. Die für die Versicherung notwendige Bestätigung wird von der Polizei ausgestellt. Fehlt diese, wird eine Ablehnung der Kaskoentschädigung folgen.

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