"Lotería Primitíva" entlockt Gutgläubigen Tausende Euro

AKNÖ warnt vor zweifelhaften Gewinnmitteilungen

Wien (AKNÖ) - Zuschriften der "Lotería Primitíva" aus Spanien verheißen Gewinne von Hunderttausenden von Euro. Der Haken daran: Wer die satten Summen auf dem Konto haben will, wird aufgefordert, vorher Bearbeitungsentgelte zu überweisen. Und so kommt es, dass potentielle GewinnerInnen bis zu 17.000 Euro nach Spanien überwiesen haben - ohne jemals ihren Gewinn bekommen zu haben. Die AKNÖ-Konsumentenberatung warnt davor, derartige Gewinnmitteilungen Ernst zu nehmen.

Erich W. hat bereits 9.935 Euro überwiesen. Er sah sich schon als Gewinner von 615.810 Euro und nahm das mit "International Lotto Commission" übertitelte Schreiben der "Lotería Primitíva" für bare Münze. Eine Konsumentin aus Niederösterreich hat Anzeige gegen die Firma "International Lotto Commission Loteria Primitíva" in Madrid erstattet. Wegen schweren Betruges und des Verlustes von 16.915,50 Euro, die sie in gutem Glauben überwiesen hat. Auch Erich W. kamen Zweifel. Weil immer mehr Zahlungen als Bearbeitungsentgelte verlangt wurden, kontaktierte der Brucker die AKNÖ-Konsumentenberatung. "Leider ist Herr W. nicht der einzige Betroffene. Derzeit sind offenbar viele Gewinnmitteilungen unterwegs. Die Höhe der in Aussicht gestellten Gewinne beträgt manchmal 615.810 Euro, manchmal 925.500 Euro, dann wieder 815.950 Euro. Der Absender ist immer der gleiche, die Vorgangsweise auch. Ich kann die Leute nur warnen, sich davon nicht ködern zu lassen und viel Geld zu verlieren", erklärt Christa Hörmann, AKNÖ-Konsumentenberaterin.

Betroffene opferten Erspartes
Der in fehlerhaftem Deutsch geschriebenen Gewinnmitteilung liegt ein Fax bei, mit dem man seinen Gewinnanspruch anmelden soll und seine persönlichen Daten bekannt gibt. Alles Weitere wird von einer Ansprechperson der "Lotería Primitíva" telefonisch abgewickelt. Diese erklärt, dass eine Bearbeitungsgebühr notwendig sei, meist liegt diese unter 2.000 Euro. In neuerlichen Anrufen werden den nun schon ungeduldigeren GewinnerInnen weitere Überweisungen abverlangt, die Erklärungen variieren, einmal sind es neuerliche Bearbeitungsentgelte, Steuern, Sicherheitsgebühren, dann wieder Zahlungen für das spanische Ministerium. Die Zahlungen werden per Auslandsüberweisung via Western Union getätigt. "Manche KonsumentInnen opfern ihre Ersparnisse", sagt Hörmann. Sie empfiehlt, keinesfalls auf die Gewinnverständigungen zu reagieren und dafür auch keine Auslandsüberweisungen zu tätigen. "Kein Betroffener kann sich erinnern, bei spanischen Lotterien mitgespielt zu haben. Wir haben das Europäische Verbraucherzentrum informiert und hoffen, dass diese Gewinnmitteilungen aus Spanien gestoppt werden können", sagt Hörmann.

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