Gusenbauer: Österreich noch kinderfreundlicher machen

Bund und Länder verstärken Kinderbetreuungseinrichtungen

Wien (SK) - "Die österreichische Bundesregierung hat eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen gesetzt, um die Verbindung von Kindern, Familie und Beruf zu erleichtern", erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Mittwoch nach dem Ministerrat. "Das zeigt sich in der Reform des Kindergeldes und in der Initiative zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen." Österreich, so Gusenbauer, sehe sich als sehr kinderfreundliches Land. Trotzdem sei nun ein weiteres Maßnahmenpaket geschnürt worden, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie leichter zu machen. Zu nennen sei hier eine zusätzliche Initiative von Bund und Ländern, vor allem für die unter Dreijährigen. ****

"Wir haben am Wochenende einen sehr erfolgreichen Besuch des Papstes in Österreich gehabt. Dabei sind auch eine Reihe gesellschaftspolitischer Themen angesprochen worden - unter anderem der Aufruf zu mehr Kinderfreundlichkeit. Im Namen der Bundesregierung möchte ich sagen, dass sich Österreich als eines der kinderfreundlichsten Länder versteht", erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

"Wir haben im Ministerrat beschlossen, dass der Bund zusätzlich zur Verpflichtung der Länder und Gemeinden eine Initiative zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen setzen wird. Die Bundesregierung hat sich also dazu entschlossen, eine Anstoßfinanzierung vorzunehmen, um bessere Möglichkeiten für mehr Kinder und mehr Eltern zu schaffen", erinnerte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer an einen Beschluss aus dem Sommer, der darauf abziele, "Österreich kinderfreundlicher zu gestalten". Dies, so Gusenbauer, betreffe vor allem die Gruppe der unter Dreijährigen, "aber dort, wo es noch größere Lücken gibt, auch die Drei- bis Sechsjährigen". Außerdem sei geplant, auch das Kindergeld zu reformieren. Die Ministerinnen Kdolsky und Bures, so Gusenbauer, seien auf gutem Weg, die Vereinbarungen mit den Bundesländern umzusetzen. "Damit setzen wir ein weiteres Puzzle-Teil zur verbesserten Vereinbarung von Beruf und Familie", erklärte der Kanzler.

Fristenregelung: keine Veränderung der gesetzlichen Grundlage

Zur Frage der Fristenregelung vermerkte der Bundeskanzler, dass die SPÖ-geführte Regierung hier auf einen "sehr verantwortungsvollen Umgang" verweisen könne. Weiters bekräftigte Gusenbauer, dass die Bundesregierung überdies in "dauerndem Dialog" mit allen Religionsgemeinschaften steht. Klar sei auch, dass die "gesetzliche Grundlage in Österreich nicht verändert wird. Der Schwerpunkt der Regierung liege im Übrigen bei jenen Maßnahmen, die geeignet sind, Österreich zu einem kinderfreundlichen Land zu machen, ergänzte der Bundeskanzler im Pressefoyer nach dem Ministerrat. (Schluss) gd/mb

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0006