Gajdosik: Lehrstellenförderung für Betriebe darf keine Gießkanne sein

Wien (FCG) - "Die Initiative der Sozialpartner zur Ausbildungsgarantie ist grundsätzlich zu begrüßen, jedoch sind viele der Maßnahmen mehr als eine Gießkanne mit großem Trichter denn als gezielte Förderung zu sehen. Was es braucht, ist eine gezielte Kontrolle des BLUM-Bonus, damit mit diesem kein Schindluder getrieben wird", zeigt sich Alfred Gajdosik, Vorsitzender der FCG-Wien, enttäuscht über die geplanten Maßnahmen zur Ausbildungsgarantie.

"Österreich braucht dringend Facharbeiter und diese bekommt man sicher nicht, indem man Jugendliche in eine Berufsschule und diese dort eine vollschulische Ausbildung absolvieren lässt. Das international anerkannte, duale Ausbildungssystem in Österreich würde durch eine solche Institution gefährdet. Jene Jugendlichen, die so eine Berufsfachschule absolvieren, hätten viel weniger Praxisbezug als jene, die im Betrieb stehen und ausgebildet werden. Man muss auf der einen Seite die Betriebe mit einer gezielten Förderung dazu bringen, mehr Lehrlinge auszubilden und auf der anderen Seite das Image der Lehre durch gezielte und verpflichtende Berufsinformation ab der 7. Schulstufe heben", fordert Gajdosik Unterrichtsministerin Schmied zum raschen Handeln auf.

"Der BLUM-Bonus hat seit 2004 Wirkung gezeigt und wird das auch weiterhin tun. Immerhin gab es im Jahr 2004 nur 119.071 Lehrlinge und bis zur letzten Erhebung ist diese auf 125.961 angestiegen. Das ist ein positives Zeichen für den Bonus und das muss fortgesetzt werden", so Gajdosik weiter. Dass die WKÖ bereit ist, diesen Benefit für Unternehmer fallen zu lassen, um Lehrverträge leichter lösen zu können, ist für Alfred Gajdosik ein Rätsel und er hofft auf eine sinnvolle Einigung der Sozialpartner.

Rückfragen & Kontakt:

FCG Wien
Alfred Gajdosik
0664-383 12 95

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FCG0001