VP-Riha: Quantität braucht auch Qualität

ÖVP Forderung nach mehr Kinderbetreuungsplätzen für unter 3-Jährige wird umgesetzt

Wien (VP-Klub) - Wien soll in den nächsten 3 Jahren 3.000 Ganztagsbetreuungsplätze für unter 3-Jährige bekommen. ÖVP Wien Gemeinderätin Monika Riha zeigt sich erfreut über diese Ankündigung der SP-Frauenministerin, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass bei dem Ausbau einiges zu beachten sei. "Der Ausbau der Kindergartenplätze für unter 3-Jährige in Wien ist wichtig, da spätestens mit der neuen Kindergeldregelung der Bedarf an Betreuung für unter 3-Jährige steigen wird. Bei all der Notwendigkeit von Quantität ist es jedoch besonders wichtig, nicht auf die Qualität zu vergessen", betont Riha.

Auch einer der bekanntesten europäischen Bildungswissenschaftler, Prof. DDDr. Fthenakis fordert schon seit Jahren mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung. "Kinder brauchen für ihre Entwicklung genügend Raum und Qualität in der pädagogischen Bildung und Begleitung im Kindergarten.
"Mindestens ein Bewegungsraum pro Kindergarten sollte eigentlich selbstverständlich sein, da insbesondere die jungen Kinder ein großes Bewegungsbedürfnis haben und die Entwicklung der Motorik ein wesentlicher Grundstein für die weitere intellektuelle Entwicklung ist", so Riha.

Auch die Verbesserung der Ausbildung der KindergartenpädagogInnen im Speziellen auch im frühkindlichen Bereich ist unbedingt notwendig. "Die ÖVP Wien fordert schon seit Langem die Anhebung der Ausbildung zur KindergartenpädagogIn auf Hochschul- oder Universitätsebene", hebt Riha hervor.

Einheitlicher Bildungsplan und Bundesrahmengesetz gefordert

Um die Qualität im Kindergarten zu sichern, bedarf es der Entwicklung eines Bildungsplans auch für unter 3-Jährige, wobei Wien eine Vorreiterrolle übernehmen könnte. Das Ziel müsse aber ein einheitlicher Bildungsplan für ganz Österreich sein. "Ein Bundesrahmengesetz, das verbindliche Mindeststandards für ganz Österreich festlegt und einen gesetzlich verankerten Anspruch auf einen Betreuungsplatz beinhaltet, wäre für die Sicherung der Qualität in der Elementarpädagogik besonders wünschenswert", betont Riha.

Riha verweist zudem auf die Förderung von alterserweiterte Gruppen als eine qualitativ hochwertige pädagogische Möglichkeit der Betreuung für unter 3-Jährige. Mit diesem Modell seien in den letzten zehn Jahren sehr positive Erfahrungen gemacht worden. "Damit Qualität und Quantität im Sinne unserer Kinder Hand in Hand gehen, bleibt noch viel zu tun", fasst Riha ihren Standpunkt zusammen.

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