Wehsely: "Qualitätsvolle Ausbildung ist der Schlüssel zu Beschäftigung"

Hochkarätige ZUK-Diskussionen zum Thema Arbeit und Leistung

Wien (SK) - "Eine qualitätsvolle Ausbildung und Qualifizierung ist der Schlüssel zu Beschäftigung. Für die SPÖ-geführte Regierung hat daher die Ausbildungsgarantie bis 18 Jahre oberste Priorität", so SPÖ-Landtagsabgeordnete Tanja Wehsely Dienstagabend bei einer Diskussion der SPÖ-Zukunfts- und Kulturwerkstätte (ZUK) zum Thema "Von welcher Arbeit leben wir morgen?". SPÖ-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsverbandes Wien, Katharina Schinner, unterstrich, dass die "Vereinbarkeit von Beruf und Familie entscheidend für die Lebensqualität" der Familien sei. Sie stimme daher mit Wehsely überein, dass dem Ausbau der Kinderbetreuung zentrale Bedeutung zukommen muss. Bei der zweiten ZUK-Diskussion "Muss Leistung denn rentabel sein?" betonte der Arbeitsexperte Jörg Flecker von der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) dass das "Versprechen der Leistungsgesellschaft, wonach nur individuelle Leistung bei der Entlohnung zählt, grundsätzlich nicht funktioniert" - so spiele nach wie vor eine Rolle, in welche sozial-monetäre Situation man hineingeboren werde. Einig waren sich die Diskutanten (Boris Marte, Corporate Sponsoring, Erste Bank sowie Filmregisseurin und FM4-Moderatorin Mirjam Unger) auch darin, dass bei der Diskussion um Leistung und Bezahlung die ehrenamtliche und im familiären Kontext geleistete Arbeit zu kurz komme. ****

ZUK-Diskussion zur Zukunft der Arbeit: Plädoyer für Vollzeitarbeit

Wehsely und Schinner unterstrichen bei der Diskussion im Rahmen der "ZUK-Sommerwerkstatt 2007" (eine Kooperation mit SPÖ-Parlamentsfraktion und dem Jungen Wirtschaftsverband Wien), dass hinsichtlich der Erreichung weiblicher Selbstbestimmung und Unabhängigkeit Frauen in ihrem Wunsch zu unterstützen seien, von einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung zu kommen. Klar sei, so Wehsely, dass ein Ausbau der Kinderbetreuung auch zu höheren Frauenerwerbsquoten führe - daher lege die SPÖ "Hauptaugenmerk" auf den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. WIFO-Experte Markus Marterbauer skizzierte im Folgenden die zukünftige Arbeitswelt: Es werde eine "Erwerbsarbeitsgesellschaft sein, die eine stärkere Entwicklung hin zu Dienstleistungen" aufweise. Zudem würden die Jobs im sozialen Segment (Pflege und Betreuung) zunehmen - was zu einem Ansteigen der Frauenbeschäftigung führe, so Marterbauer. Auch weiterhin werde das Thema Arbeitslosigkeit die "zentrale soziale und arbeitsmarktpolitische Herausforderung" bleiben, so Marterbauer.

ZUK-Diskussion zu Leistung und gerechter Entlohnung

"Es gibt heute starke Verschiebungen hinsichtlich des Leistungsbegriffs - weg von Dingen wie Loyalität und Verantwortungsgefühl hin zu außerordentlichen Leistungen und Erfolg", so Arbeitsexperte Flecker bei der abschließenden ZUK-Diskussion. Ein Befund, den auch Boris Marte teilte: "Wir haben einen ganz verqueren und falschen Leistungsbegriff, der nur den Erfolg in den Vordergrund stellt". Unsere Gesellschaft definiere sich nach wie vor stark über Leistung - die Frage, ob sich Leistung rentieren muss, werde daher ein "Dauerbrenner" bleiben, so Flecker, der klarmachte: "In vielen Gesprächen zeigt sich aber, dass es den Menschen auch um den Inhalt der Arbeit geht." Jeder Mensch suche Sinn in seiner Tätigkeit - wer für seine Arbeit keine Wertschätzung erfahre, fühle sich wie vor den Kopf gestoßen, umriss Flecker den "ständigen Kampf um Anerkennung", die nach wie vor hauptsächlich monetär definiert werde. Positiv sei da, dass es nach wie vor viele gebe, die ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, so Flecker bei der Diskussion, die den Abschluss der dreitägigen "ZUK-Sommerwerkstatt 2007" bildete, bei der man sich in hochkarätig besetzten Gesprächsrunden der zentralen Frage "Wofür arbeiten? Wovon leben?" widmete. (Schluss) mb

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