60 Jahre Gemeindevertreterverband der Volkspartei Niederösterreich 1947 - 2007

Riedl fordert von SPÖ Zusammenarbeit ein

St. Pölten (NÖI) - Der Gemeindevertreterverband der Volkspartei Niederösterreich ist heuer 60 Jahre alt. Der Jubiläumsfestakt findet am Donnerstag, den 13.September 2007 in Schloss Grafenegg statt. Erwartet werden mehr als 1000 Gäste aus Politik und Wirtschaft. Die Festrede hält LH Dr. Erwin Pröll.

Als Geburtsdatum gilt eigentlich der 10. Oktober 1947, als die eingereichten Statuten des neuen Verbandes nicht untersagt wurden. Erster Landesobmann war Landesrat Johann Waltner, dem bis heute sieben weitere folgten: Franz Schöberl, Hermann Laferl, Ferdinand Reiter, Franz Romeder, Edmund Freibauer, Franz Rupp und gegenwärtig Alfred Riedl.

Die erste Phase der Verbandsgeschichte (etwa bis 1955) war naturgemäß von Wiederauf-bau- und Versorgungsmaßnahmen, gegenseitiger Hilfe und Information aber auch von Be-satzungswillkür gekennzeichnet - die Politik stand unter Beobachtung. Der Verband verstand sich als Schutz- und Trutzbündnis sowie als Interventionsbüro gleichermaßen.

Nach 1955 stand der Kampf um echte Gemeindeautonomie und die kommunale Strukturre-form im Mittelpunkt. Die 1.652 Klein- und Kleinstgemeinden in Niederösterreich wurden zwi-schen 1964 und 1971 auf 573 reduziert, wobei der Verband und seine Funktionäre die ent-scheidende Überzeugungsarbeit leisteten.

1978 wurde der Verband als gesetzliche Interessensvertretung der NÖ Gemeinden in der NÖ Landesverfassung verankert. Er ist heute in 40 Gremien vertreten, um die Interessen der Gemeinden zu wahren.

Im Jahr 2000 übersiedelte der bis dahin in Wien ansässige Verband nach St. Pölten. Heute steht den Gemeinden und ihren Funktionären ein modernes Servicebüro für ihre Anliegen zur Verfügung. Rechtsberatung und -vertretung, Schulung, die Herausgabe eines monatlich erscheinenden Fachjournals für Kommunalpolitik und themenbezogene Informationsbro-schüren, Gesetzesbegutachtungen sowie die politische Interessensvertretung stehen im Mit-telpunkt der heutigen Tätigkeit.

"Betrachtet man die Entwicklung der NÖ Gemeinden in den letzten 60 Jahren, so kann man zweifelsfrei von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Mit Unterstützung des Landes Niederös-terreich sind moderne, leistungsfähige Gemeinden entstanden, die ihren Bürgern höchste Lebensqualität und rasches, zeitgemäßes Service bieten. Kinderbetreuung und Altenpflege, Wasserversorgung, Abwasser- und Müllbeseitigung, der Bau und die Erhaltung von Ge-meindestraßen sowie die Errichtung von Freizeit- und Kultureinrichtungen sind unverzichtba-re Leistungen der Kommunen", so der heutige Präsident des Gemeindevertreterverbandes der Volkspartei Niederösterreich LAbg. Bgm. Alfred Riedl.

"Die erfolgreiche Entwicklung der Gemeinden ist das Resultat einer sachlich orientierten Zu-sammenarbeit der großen politischen Kräfte in diesem Land. Leider scheint sich die SPÖ von dieser Linie zu verabschieden. Während wir für die Bevölkerung in unseren Gemeinden arbeiten, legt die SPÖ aus wahltaktischen Überlegungen die Arbeit nieder. Fünfzehn Auszü-ge der SPÖ-Fraktionen aus den Gemeinderäten in den vergangenen Monaten zeigen deut-lich, dass der Gestaltungswille parteitaktischen Überlegungen gewichen ist", bedauert Riedl.

"Gerade die Herausforderungen der heutigen Zeit erfordern mehr denn je die Bündelung der Kräfte für sachorientierte Lösungen. Der Gemeinde des Jahres 2015 muss es gelingen, die unterschiedlichen Interessenslagen der Generationen und der Bevölkerungsgruppen aus-zugleichen. Viele unsere Entscheidungen haben unmittelbare Auswirkungen auf unseren Lebensraum, auf unsere Umgebung. Da ist kein Platz für parteipolitische Spielchen", so Riedl abschließend.

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Mag. Christian Schneider
Landesgeschäftsführer Gemeindevertreterverband der VP Niederösterreich

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