ÖAMTC: In West-Österreich ist der Zahl der Dieselfahrer besonders hoch

West-Ost-Gefälle bei den Spritpreisen und höhere Fahrleistungen motivieren zum sparsameren Diesel

Wien (OTS) - Die Zulassungsstatistik zeigt, dass in manchen westlichen Bundesländern überdurchschnittlich häufig Diesel-Pkw gefahren werden. Nun hat der ÖAMTC in einer aktuellen Auswertung von mehr als 410.000 Fahrzeug-Prüfberichten des Clubs auch die jeweiligen Jahresfahrleistungen analysiert: Mit Diesel-Pkw werden mehr Jahreskilometer gefahren als mit Benzinern. "Der Zusammenhang zwischen Fahrleistung, Spritpreisen und der Entscheidung Benziner oder Diesel ist nahe liegend. Die Autofahrer versuchen, die Belastung, die ihnen durch die Notwendigkeit hoher Kilometerleistungen und die hohen Spritpreise entstehen, durch den geringeren Verbrauch eines Diesel zu kompensieren", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Die aktuellen ÖAMTC-Daten zeigen, dass Diesel-Pkw im Österreich-Durchschnitt für weit höhere Fahrleistungen pro Jahr verwendet werden: Bei Diesel sind es 16.300 Kilometer jährlich, bei Benzin hingegen nur 11.700 Kilometer im Jahr. "Das hat natürlich einen wirtschaftlichen Hintergrund. Dieselfahrzeuge haben einen höheren Wirkungsgrad und verbrauchen daher auch weniger Kraftstoff. Vor allem bei Vielfahrern sind Diesel-Pkw daher beliebt", erklärt die ÖAMTC-Expertin. In den Vielfahrer-Bundesländern findet man deshalb überdurchschnittlich häufig Diesel-Autos.

Durchschnittliche Fahrleistung pro Pkw und Jahr in Kilometern (sortiert nach Diesel):

Diesel Benzin Wien 15.311 10.803 Niederösterreich 15.808 11.216 Vorarlberg 15.975 11.471 Tirol 16.185 11.832 Steiermark 16.493 12.104 Burgenland 16.556 11.989 Salzburg 16.719 11.852 Oberösterreich 16.722 11.868 Kärnten 17.109 12.294

Anteil der Diesel-Pkw am gesamten Pkw-Bestand nach Bundesländern:

Gesamt Diesel Vorarlberg 175.310 85.586 (48,8 Prozent) Wien 658.081 321.889 (48,9 Prozent) Niederösterreich 908.175 477.150 (52,5 Prozent) Kärnten 306.663 161.409 (52,6 Prozent) Steiermark 643.525 345.772 (53,7 Prozent) Oberösterreich 765.939 412.924 (53,9 Prozent) Burgenland 162.381 89.555 (55,2 Prozent) Salzburg 257.933 143.842 (55,8 Prozent) Tirol 326.962 182.677 (55,9 Prozent) Österreich gesamt 4,204.969 2,220.804 (52,8 Prozent)

Aktuell sind zwischen billigstem und teuerstem Liter Sprit bis zu 20 Cent Preisunterschied

Vergleichen an der Zapfsäule lohnt sich derzeit allemal. Als Faustregel gilt immer noch: Je weiter östlich man tankt, umso niedriger fällt die Rechnung aus. Zwischen dem billigsten und teuersten angebotenen Liter Sprit sind aktuell Preisunterschiede von bis zu 20 Cent drinnen.

Für die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin ist die Tatsache, dass vor allem die Vielfahrer extrem darauf achten, sparsam unterwegs zu sein, ein deutliches Signal: Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, müssen auch dementsprechend entlastet werden. "45 Cent mehr Kilometergeld, eine Reform der Pendlerpauschale und plus zehn Prozent beim Verkehrsabsetzbetrag sind nötig", so Brugger-Brandau.

Der ÖAMTC hilft beim Sparen:

* "Spritpreis-Service": Mit einem Klick sind unter www.oeamtc.at/sprit die günstigsten Tankmöglichkeiten abrufbar. Österreichweit sind 1.880 Tankstellen gelistet. Preisabfragen sind nach Kraftstoffsorte, Bundesland oder Ort sortiert möglich. Wer über keinen Internetzugang verfügt, erhält alle Daten (zum Ortstarif aus ganz Österreich) unter der ÖAMTC-Hotline 0810 120 120.

* "Tankbonus": ÖAMTC-Mitglieder tanken österreichweit mit ihrer Clubkarte mit Kreditkartenfunktion an Avanti-Tankstellen um 3 Cent pro Liter Sprit günstiger. Nähere Infos auch unter www.oeamtc.at/tankbonus.

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