Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Eine Frage mit einer ganz klaren Antwort

Ausgabe vom 9. September 2007

Wien (OTS) - Ewald Wiedenbauer will im Herbst 2008 aus der Politik ausscheiden. Diese Vorgangsweise wurde, knapp, aber doch, vom Bezirksausschuss der Klagenfurter SPÖ abgesegnet. Da die Landesvorsitzende der Kärntner Roten, Gaby Schaunig, aber weiter an ihrem Ultimatum festhält, muss der Fall Wiedenbauer am Landesparteitag am 6. Oktober in Villach geklärt werden.

Durch die Konfrontation zwischen Schaunig und Wiedenbauer ist das eigentliche Problem in der Causa fast in Vergessenheit geraten. Zur Erinnerung: Bei der Wahl Wiedenbauers zum Bezirksparteivorsitzenden am 12. Mai ist es vorsichtig ausgedrückt zu Ungereimtheiten gekommen. Ein Schiedsgericht erklärte die Wahl daher für ungültig, was einmalig in der Geschichte der SPÖ ist. Die entscheidende Frage lautet daher nicht Wiedenbauer oder Schaunig, sondern: Kann es sich die SPÖ als staatstragende Partei leisten, dass es bei einer demokratischen Wahl in ihren Reihen nicht korrekt zugegangen ist und niemand dafür die Verantwortung übernimmt? Darauf gibt es nur eine klare Antwort: NEIN.

Das hat SPÖ-Chefin Gaby Schaunig verstanden, das haben die anderen SPÖ-Bezirksvorsitzenden verstanden, nur Ewald Wiedenbauer und seine Getreuen wollen das nicht verstehen.

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