Hochwasser in Niederösterreich - Lage entspannt sich

3.000 Feuerwehrmitglieder waren im Einsatz

Tulln (OTS) - Hochwasser in Niederösterreich - Lage entspannt sich 3.000 Feuerwehrmitglieder waren im Einsatz

In Niederösterreich waren heute Freitag rund 3.000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr von 280 Feuerwehren im Einsatz.
Gegen den späten Nachmittag beruhigte sich die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten deutlich. In den Bezirken der südlichen Donauzubringer Schwechat, Schwarza und Piesting sowie an der Leitha ist jedoch weiterhin mit einem Ansteigen der Pegel im Unterlauf zu rechnen. Lokale Überflutungen sind dort noch möglich.

Das Hauptaugenmerk der Feuerwehr richtete sich zuletzt auf die Gemeinde Achau. Dort wurde zunächst mit einem raschen Ansteigen der Schwechat gerechnet, dem mit einer Öffnung eines Dammes vorgebeugt werden sollte. Eine von der Feuerwehr eingesetzte Hochleistungspumpe erzielte aber den gewünschten Effekt der Entlastung, die Dammöffnung konnte daher unterbleiben.
Die Zufahrten zur Gemeinde Ybbsitz, die von einem 100-jährigen Hochwasser erfasst wurde, sind mittlerweile wieder frei, die Feuerwehr ist nun mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Gegen Mittag waren dort etwa 120 Objekte bis zu 75 cm überflutet.

Auch in Lilienfeld, das als erster Bezirk besonders von Hochwasser betroffen war, hat sich die Lage entspannt. Die Katastrophenhilfsdienstzüge der Feuerwehr rücken nun ab. Auch die Kräfte des Bundesheeres sind mittlerweile in ihre Kasernen zurückgekehrt.
In Korneuburg brannte ein Umspannwerk der EVN, große Teile der Stadt Korneuburg waren ohne Strom. Drei Notstromaggregate der Feuerwehr wurden daraufhin sofort in Bewegung gesetzt, um die Stromversorgung zu sichern.

In Mautern hat sich die Lage für die Siedlung Hundsheim entschärft. Der provisorische Hochwasserschutz, der von der Freiwilligen Feuerwehr und den Kräften des Bundesheeres errichtet wurde, wird das Hochwasser bis zu einer Höhe von etwa 9 Metern (Pegel Kienstock) bewältigen, der Höchststand der Donau wurde jedoch bereits mit 8,6 Metern erreicht.

Die Bevölkerung der vom Hochwasser betroffenen Gebiete bedankte sich bei den Einsatzkräften für den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr. Alle aufgebauten Dämme hatten dem Hochwasser standgehalten und die Bevölkerung vor großräumigen Überflutungen bewahrt. Landesrat Josef Plank dankte den Bezirksfeuerwehrkommandanten, die vor Ort die Einsätze leiteten und ihren Mannschaften sowie dem Landesführungsstab der Feuerwehr mit Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta als Einsatzleiter für den reibungslosen Ablauf der Einsätze.

Auch Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta dankte seinen Feuerwehrmitgliedern für den unermüdlichen Einsatz: "Wieder einmal haben tausende Freiwillige Ihre Familien oder Ihren Arbeitsplatz verlassen, um der Bevölkerung von Niederösterreich zu Hilfe zu kommen. Ich danke jedem einzelnen Mitglied unserer Freiwilligen Feuerwehr für sein Engagement. Die Feuerwehr ist eben allzeit bereit und schnell vor Ort um all das professionell umzusetzen, was wir das ganze Jahr über in Übungen und Bewerben trainieren und in vielen kleineren Einsätzen an Können unter Beweis stellen."

(Stand 18.00 Uhr)

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