13. St. Wolfganger Tage im Zeichen des Klimaschutzes

Lugger: Österreichs Wohnbauförderung forciert Energiesparen Österreich Weltmeister bei Passivhäusern

St. Wolfgang (OTS) - In den letzten Jahren ist es gelungen, den Raumwärmebedarf im Österreichischen Wohnungsbestand aufgrund hoher Investitionen zu stabilisieren. Die nationalen und internationalen Klimaschutz-Ziele verlangen jedoch eine weitere energetische Optimierung der Alt- und Neubauten. Über die gemeinsamen Anstrengungen in Bund und allen Bundesländern diskutierten die VP-Wohnbausprecher bzw. Regierungsreferenten aller neun Bundesländer bei den "13. St. Wolfganger Tagen 2007" der ARGE Eigenheim.

Die Budgetausgaben des Bundes und der Länder für Wohnbauförderung wurden in den letzten Jahren unter verstärkten ökologischen Gesichtspunkten eingesetzt, berichtete der Obmann der ARGE-Eigenheim, Prof. Dr. Klaus Lugger. Auch die Rechtsmaterie bzw. qualifizierte Zielformulierungen, die eine Senkung des Heizwärmebedarfes im Wohnbau zum Ziel haben, nehmen in Europa und in Österreich zu. Lugger nannte zum Beispiel die Nationale Klimastrategie, Klima:Aktiv, Programm Haus der Zukunft; sie alle haben den Zweck, die verbindlichen Kyoto-Ziele umzusetzen.

Als Beleg präsentierte Lugger gemeinsam mit ARGE-Obmann-Stellvertreter LHStv. Franz Hiesl das Buch "Ökologisierung der Wohnbauförderung im mehrgeschossigen Wohnbau". In dieser umfangreichen Arbeit wird ein Überblick über die thermischen Standards in der Wohnbauförderung und in den Baurechten aller Bundesländer gegeben. "Kein Wohnbauförderungs-Euro fließt in den Wohnungsneubau oder in die Wärmedämmung der Altbauten ohne strikten Energiesparplan", betonte Mitautor Dr. Wolfgang Amann vom Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen.

"Die Passivhaus-Technologie findet hierzulande soviel Zustimmung wie in keinem anderen europäischen Land", betonte Lugger. In Österreich wurden bereits rund 2000 Passivhäuser (meist Einfamilienhäuser) mit über einer Million m2 Nutzfläche errichtet. "Dazu kommen nun vermehrt mehrgeschossige Passivhäuser auf den Markt", berichtet Lugger, der selbst gerade ein Pilotprojekt mit 354 Wohnungen in Innsbruck verwirklicht. Hiesl: "Mit unserem Knowhow und der Wohnbauförderung muss es gelingen, die Passivhauswohnungen auch für junge Familien leistbar zu machen."

Die rund 100 Teilnehmer der 13. St. Wolfganger Tage waren sich einig, dass die Gemeinnützigen Bauträger im Bereich des Energiesparens im Neu- und Altbaubereich ihre Vorreiterrolle weiter ausbauen müssen. Dazu müsse jedoch die Wohnbauförderung höher dotiert werden.

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