Samariterbund ruft auf zur Schulung in Erste Hilfe

"Welt Erste Hilfe Tag" am 9. September

Wien (OTS) - Etwa 80 Prozent der Kreislaufstillstände ereignen
sich im privaten Umfeld. Die Zeit bis zum Auffinden des Patienten und die Maßnahmen durch den Ersthelfer kann der Rettungsdienst nicht beeinflussen. Es ist daher absolut entscheidend, ob die Anwesenden Erste Hilfe leisten oder nicht. Tausende Menschenleben könnten in Österreich pro Jahr gerettet werden, wenn mehr Menschen in Erste Hilfe ausgebildet wären. Leben retten geht uns alle an!

Wiederbelebung nach neuen ERC-Richtlinien

Laut den neuen ERC-Richtlinien hat sich die Wiederbelebung maßgeblich verändert. Nun werden 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen durchgeführt, während früher 15 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen vorgeschrieben waren.

1. Bewusstseinszustand prüfen / Um Hilfe rufen

Der Ersthelfer überprüft durch Zusprechen und Anfassen den Bewusstseinszustand des Patienten. Dieser zeigt keine Reaktion. Der Ersthelfer ruft um Hilfe, um weitere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam zu machen. Rettung alarmieren lassen (144).

2. Atmung überprüfen / Rettung alarmieren

Der Ersthelfer überprüft, ob die Atemwege frei sind und ob die Atmung vorhanden ist. Sollte keine Atmung feststellbar sein, ist sofortiges Handeln notwendig. Falls noch nicht geschehen, die Rettung (144) alarmieren.

3. Reanimation

Der Ersthelfer beginnt mit der Reanimation. Erst folgen 30 Herzdruckmassagen - mit beiden Händen in der Mitte des Brustkorbs ca. 5 cm tief mit einer Frequenz von 100mal/Minute eindrücken. Dann folgen 2 Beatmungen - der Kopf des Patienten muss dabei überstreckt sein. Herzdruckmassagen und Beatmung abwechselnd durchführen.

4. Defibrillator benutzen

Sollte ein Defibrillator vorhanden sein, diesen sofort verwenden und dazu den Anweisungen des Gerätes folgen. Der halbautomatische Defibrillator spricht zum Ersthelfer, dieser muss nur noch den Schock durch einen Knopfdruck auslösen. Die Wiederbelebungsmaßnahmen -abwechselnd Reanimation und Defibrillation - müssen bis zum Eintreffen der Rettung fortgesetzt werden.

Achtung! Der Defibrillator darf nicht auf nassem oder leitendem Untergund (Metallboden) verwendet werden. Bei der Schockauslösung darf der Patient nicht berührt werden.

Weitere Informationen zum Erste Hilfe-Kursangebot des Samariterbundes erhalten Sie unter:

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