Wohnen im Obstgarten

Wohnbaustadtrat Ludwig übergibt Projekt Dreherstrasse

Wien (OTS) - "Wohnen im Obstgarten" - das macht die Wohnhausanlage Dreherstrasse in Wien-Simmering möglich. Im Gebiet zwischen dem alten Ortskern von Kaiserebersdorf und der Simmeringer Hauptstraße entstanden insgesamt fünf Neubauten in Form eines "Obstgartens" von Melone, Birne, Bohne, Mango und Melanzane. Vier Wohngebäude sind als Niedrigenergiehaus konzipiert, das Haus "Melone" wurde als Passivhaus ausgeführt. "Die Wiener Wohnbauförderung sichert nicht nur ein ausreichendes Angebot an erschwinglichem Wohnraum, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Wohnhausanlage in der Dreherstrasse ist ein besonders schönes Beispiel dafür, wie erfolgreich der Wiener Wohnbau modernen Wohnkomfort mit Umweltfreundlichkeit kombiniert", betonte Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig heute, Freitag bei der Schlüsselübergabe. Stolz auf die neue Anlage ist auch der Geschäftsführer der BUWOG, Dr. Gerhard Schuster: "Der Obstgarten ist für uns mehr als ,nur’ eine höchst attraktive neue Wohnanlage, es ist für uns ein Projekt, bei dem wir viele Neuerungen, die in den kommenden Jahren zum Standard werden sollen, schon jetzt in die Praxis umsetzen."****

Mit der Neubauverordnung 2007, die auf Initiative von Wohnbaustadtrat Ludwig im Sommer dieses Jahres beschlossen wurde, wurden die im geförderten Wohnbau tolerierbaren Baukosten angepasst und damit die Basis für einen noch ökologischeren Wohnbau gelegt. Passivhausstandard, erneuerbare Energieträger und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden durch einen zusätzlichen Förderungsanreiz forciert. Bei Erfüllung dieser besonderen ökologischen Qualitäten gibt es zukünftig eine zusätzliche nichtrückzahlbare Baukostenzuschussförderung geben, um den Klimaschutzgedanken nachhaltig zu unterstützen. Daneben ist die Neubauverordnung ein wichtiger Schritt zu einer weitgehenden Vermeidung klima- und umweltschädlicher Baumaterialien im Wohnungsneubau.

Wohnen im Obstgarten

Die insgesamt 138 geförderten Mietwohnungen mit Eigentumsoption - 111 Wohnungen in den Niedrigenergiehäusern und 27 Wohnungen im Passivhaus - haben zwischen ein und vier Zimmer und eine Wohnnutzfläche zwischen 48-120 m2. Alle Wohnungen verfügen über private Freiräume: an die Erdgeschosswohnungen sind Eigengärten angeschlossen, die Wohnungen in den Obergeschossen verfügen über großzügige Veranden oder Dachterrassen.

Ein ausgeklügeltes energetisches Raumkonzept, die Verwendung bestimmter Materialien beim Bauen und den Himmelsrichtungen angepasste Grundrisse machen es möglich, dass die Heizkostenrechnung sinkt und das Wohlbefinden steigt. Die tropfenförmigen Körper sowie ihre Situierung am Grundstück minimieren die Volumina im Norden und vergrößern die Oberflächen Richtung Süden, Osten und Westen. Die äußerst günstige Energiebilanz der kompakten Formen bleibt dadurch erhalten.

Ein bauplatzübergreifendes Grünraumkonzept unter Einbeziehung des alten Baumbestandes und ausgestalteten Niveausprüngen wird Spiel-und Ruhezonen beinhalten. Die im Zentrum gelegenen, allgemeinen Freiflächen fliesen mit ihren verschiedenen Farben und Gerüchen zwischen den Baukörpern in Form von Roseninsel und Fliedergarten ein. Daneben sorgen die zusätzliche Baum- und Strauchbepflanzung - u.a. mit Obstbäumen - für noch mehr "Natur vor der Haustür."

Ergänzt wird der Bereich durch eine Sandspielfläche mit einer Wasserstelle sowie Hangrutsche und einem Rodelhügel. Ein Teil der in den letzten Jahrzehnten entstandenen Wildnis bleibt weiterhin sich selbst als Dschungel überlassen. Der Dschungel wird durch einen lebenden Weidenzaun gerahmt. Der verkehrstaugliche Baumbestand wurde erhalten sowie durch Ersatzpflanzungen ergänzt.

Für Spiel und Spaß sorgen der große Kinderspielplatz, die Lagerwiese sowie der Beachvolleyballplatz inmitten der Anlage. Im Erdgeschoss ist ein weiterer Kinderspielraum mit Terrasse und Kleinkinderbereich untergebracht. Das Gebäude "Die Birne" birgt im Erdgeschoß einen Kinderspielraum mit großer gedeckter Spielterrasse und einer vorgelagerten Grünfläche. Im selben Haus ist im Dachgeschoß eine Sauna mit großer Dachterrasse situiert. Im Haus "Melanzane" befindet sich ein weiterer Gemeinschaftsraum für Feste, Feiern und Versammlungen.

Wohnen im Passivhaus "Melone"

Das Wohngebäude "Melone" wurde in Passivhaustechnologie errichtet und beinhaltet 27 Wohnungen. Das fünfgeschossige Passivhaus besitzt ein natürlich belichtetes Stiegenhaus, das die einzelnen Wohnungen erschließt. In den unteren Geschossen befinden sich Geschosswohnungen, im 3. OG und DG sind Maisonetten angeordnet. Allen Wohnungen sind entweder Mietergärten, Loggien oder Dachterrassen zugeordnet. Das Gebäude ist in Massivbauweise ausgeführt und mit einer allseitig hoch gedämmten, dauerhaft luft- und winddichten sowie wärmebrückenfreien Außenhülle versehen.

Passivhäuser sind durch ihren niedrigen Energieverbrauch - er liegt im Schnitt nur noch bei 15 kWh/ pro Jahr und Quadratmeter -eine umweltschonende Bautechnologie und wird in Zukunft eine ganz wichtige Rolle spielen. Die Stadt Wien fördert die Errichtung von Passivhäusern, denn sie bieten nicht nur ein gesundes Wohn- und Wohlfühlklima, sondern tragen mit ihrer hohen Energieeffizienz auch wesentlich zum Schutz des Klimas bei. Weiterer Vorteil der bis zu 90 Prozent reduzierten Heizkosten im Vergleich zu herkömmlichen Bauten ist auch deutliche Entlastung der Geldbörsen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

"Da Passivhäuser in der Errichtung aber einen höheren finanziellen Aufwand bedeuten, haben wir erst vor wenigen Monaten die Novelle der Wiener Neubauverordnung beschlossen, mit der technisch aufwändigere Bauten, zu denen Passivhäuser zählen, höhere Förderungen möglich werden", so Ludwig.

Verkehrsanbindung - Infrastruktur

In der unmittelbaren und näheren Umgebung der Wohnhausanlage besteht eine hervorragende Infrastruktur mit diversen Geschäften und Lebensmittelmärkten, Schulen, Kindergärten sowie Ärzten und Apotheken. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist durch die Straßenbahnlinie 71, den Autobus 171 sowie die Schnellbahnlinie S7 gegeben.

Die Umgebung der Wohnhausanlage bietet auch eine breites Freizeit- und Kulturangebot. Neben den Frei- und Hallenbädern Schwechat und Simmering, finden sich zahlreiche Rad- und Wanderwege -etwa entlang des Liesingbachs - in der Umgebung. Kulturfreunde können sich auf die zahlreichen Veranstaltungen im Schloss Neugebäude, der Szene Wien und dem Angebot des Kino- und Entertainmentcenters Gasometer City freuen.

138 geförderte Mietwohnungen errichtet durch die BUWOG

o 138 geförderte Mietwohnungen mit Eigentumsoption Architekt: Dipl.-Ing. Günter Lautner Wohnungsgrößen: 51 bis 129 Quadratmeter erforderliche Eigenmittel: 340 Euro pro Quadratmeter monatliche Fixkosten: rund 6,45 Euro/m2 (inkl. BK und USt.)

Die Gesamtbaukosten des Projekts liegen bei rund 15,6 Millionen Euro. Die Stadt unterstützt diese Wohnanlage mit rund 5,94 Millionen Euro aus den Mitteln der Wohnbauförderung.

Infos über das Wohnprojekt

o Wohnservice Wien 2., Taborstraße 1-3 Tel.: 24 503-100 E-Mail: office@wohnservice-wien.at Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr www.wohnservice-wien.at o BUWOG - Bauen und Wohnen Gesellschaft mbH 13., Hietzinger Kai 131 Tel.: 87828-0 E-Mail: office@buwog.at www.buwog.at

(Schluss) lok

Rückfragen & Kontakt:

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Mag. Roberta Kraft
Mediensprecherin StR. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 4000/81277
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