Hochwasser in Niederösterreich - Katastrophenhilfsdienst der Feuerwehr wieder im Einsatz

Wien (OTS) - In Niederösterreich sind derzeit 245 Feuerwehren mit etwa 2.450 Mann im Einsatz gegen das Hochwasser. Schwerpunkt der Einsätze sind die Bezirke St. Pölten, Baden, Melk, Amstetten, Scheibbs und Lilienfeld.

Im Bezirk Amstetten wurde etwa ein Viertel der Gemeinde Ybbsitz überschwemmt. Dort übertrifft das Hochwasser mittlerweile den 100-Jahreshöchststand aus 1991. Etwa 120 Objekte sind überschwemmt; Landesfeuerwehrkommandantstellvertreter Armin Blutsch und Bezirkshauptmann Hans-Heinz Lenze machten sich bereits persönlich ein Bild von der Lage.

Im Bezirk Baden ist ein Damm gebrochen, das Wasser hat den Parkplatz der Autobahnstation Alland überschwemmt. Zwei Baucontainer sind daraufhin die Schwechat hinabgetrieben und werden nun von der Feuerwehr geborgen. Auch im Bezirk St. Pölten ist ein Damm nahe der Pottenbrunn-Brücke an der S33 gebrochen. Personen oder Objekte sind in beiden Fällen nicht gefährdet

Um 10.00 wurde der gesamte Bezirk Lilienfeld zum Katastropheneinsatzgebiet erklärt. Drei Katastrophenhilfsdienstzüge der Feuerwehr aus Zwettl, Gänserndorf und Hollabrunn werden dort in Kürze eintreffen, ebenso etwa 80 Mann des Bundesheeres. Die Kräfte werden vorwiegend zur Objektsicherung, für Dammsicherungen und Pumparbeiten benötigt. 20 Häuser der Wieshofsiedlung sind bereits überflutet; Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehr sind angelaufen.

In Mautern hat sich die Lage für die Siedlung Hundsheim zunächst entschärft. Der provisorische Hochwasserschutz, der von der Freiwilligen Feuerwehr und den Kräften des Bundesheeres errichtet wurde, wird das Hochwasser bis zu einer Höhe von etwa 9 Metern (Pegel Kienstock) bewältigen, die Hydrologen prognostizieren derzeit einen Höchststand von etwa 8,7 Metern.
im Bezirk St. Pölten sind derzeit etwa 700 Mann der freiwilligen Feuerwehr mit 70 Fahrzeugen im Einsatz, um im Bereich Ochsenburg und Wagram Sicherungsarbeiten durchzuführen; Pumparbeiten werden in Tradigist, Kirchberg und im Bereich Neulengbach ausgeführt. In Pottenbrunn wird der Damm gesichert. Der Pegel der Traisen steigt weiter an.

Im Bezirk Neunkirchen erhöht sich derzeit rasant die Anzahl der Einsätze; die Schwarza könnte im Bereich Reichenau im Laufe des Tages über die Ufer treten.

Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta betonte als Einsatzleiter der Feuerwehr, dass alle Kräfte der Feuerwehr zur Verfügung stehen um die Bevölkerung bestmöglich vor Schaden zu bewahren: "Seite an Seite sind die freiwilligen Feuerwehren mit den Einsatzkräften des Bundesheeres und der Rettungsorganisationen sowie der Polizei ununterbrochen im Einsatz. Alle unsere Feuerwehrmitglieder geben ihr Bestes, wir haben genug Kapazitäten um solchen Situationen professionell begegnen zu können."

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