Michalitsch: Land NÖ unterstützt innovatives Stummfilm-Projekt

Neuer Zugang zu Goethes "Faust"

St. Pölten (NÖI) - Das Kulturland Niederösterreich zeichnet sich vor allem durch seine vielfältige kulturelle Szene aus. Nun wird auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ein innovatives Projekt, das die zurzeit vergessene Kunst des Stummfilms wieder aufleben lässt, finanziell unterstützt, berichtet der VP-Landtagsabgeordnete Martin Michalitsch.

Der 85-minütige Spielfilm "Faust" des St. Pöltners Philipp Hochhauser ist ein Stummfilm, der Goethes Bühnenstück "Faust" gänzlich ohne Worte, also nur mithilfe der mimischen und gestischen Ausdruckskraft der Schauspieler. Ziel ist es, einen neuen Zugang zu Goethes Text zu ermöglichen, indem vor allem die emotionale Tiefe und die Tragik der Ereignisse in dem bekannten Werk hervorgehoben werden.

Um dem Stil des Films Rechnung zu tragen, werden, anstatt der heute sonst üblichen am Computer generierten Special-Effects, alle mit realen Mitteln nicht herstellbaren Effekte, wie etwa magische Wesen oder Traumlandschaften, mithilfe von Hand gezeichneten Zeichentrickanimationen dargestellt. So wandern reale Figuren durch Zeichentrickwelten und agieren gemeinsam mit animierten Figuren, wie etwa in der Walpurgisnachtszene, die gleichzeitig auch die längste und aufwändigste in Österreich je hergestellte Zeichentricksequenz darstellt.

Eine bedeutende Rolle spielt bei "Faust" auch die Musik, da der Film gänzlich ohne Sprach- und Tonebene auskommen muss. So wurde in dem niederösterreichischen Komponisten Alexander Zlamal ein besonders renommierter Künstler hinzugezogen. Der von ihm exklusiv für den Film komponierte 80-minütige Score wird mit dem erfahrenen Orchester des ehemaligen Stadttheaters St. Pölten, dem Robert Stolz Orchester -Sinfonia Piccola eingespielt.

Der Film selbst ist bereits fertig gestellt und konnte durch gänzlichen Gagenverzicht der Crew, Schauspieler, Animatoren und des Komponisten mit Eigenleistungen finanziert werden. Nun sollen die Musikaufnahmen finanziert werden, um den Film in der geplanten Qualität fertig zu stellen. Das Land Niederösterreich stellt dafür einen Finanzierungsbeitrag von 18.000 Euro zur Verfügung, so Michalitsch.

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