Bayr: Weltalphabetisierungstag: Ohne Sprache keine Chance!

Veranstaltung im Parlament zur Mädchenförderung Anfang Oktober

Wien (SK) - Der Weltalphabetisierungstag scheint für Österreich wenig Bedeutung zu haben - tatsächlich gehen aber Schätzungen davon aus, dass etwa eine halbe Million Menschen bei uns des angewandten Lesens und Schreibens nicht mächtig sind. Mit der Verkleinerung der SchülerInnenanzahl pro Klasse, großen Investitionen und neuen Weichenstellungen in der Mittelstufe sei im Inland ein riesiger Schritt hin zu einer besseren Qualität der Schulausbildung gelungen. Weltweit sieht die allgemeine Bildungssituation allerdings noch dramatisch aus, erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung anlässlich des Weltalphabetisierungstages am 8. September, "und besonders Mädchen fehlt es in den Ländern des Südens oft an einer Grundschulausbildung. Zwei Drittel der Analphabeten sind Frauen - Hand in Hand mit einem niedrigen Bildungsniveau von Mädchen und jungen Frauen gehen auch hohe Geburtenraten, Chancenlosigkeit am Arbeitsmarkt und damit ökonomische Abhängigkeit. Diesen Missstand zu beheben, muss Priorität haben", fordert Bayr eine noch stärkere Betonung dieser Dimension in der Entwicklungszusammenarbeit zur Halbzeit der Alphabetisierungsdekade der Vereinten Nationen von 2003 bis 2012. ****

In den Entwicklungsländern sind etwa 770 Millionen Menschen AnalphabetInnen, "aber das ist keine Naturgewalt, dagegen können wir sehr wohl etwas tun!", ist Bayr überzeugt. "Um das Millenniumsziel der UNO zu erreichen und bis 2015 allen Menschen eine Grundschulausbildung zu ermöglichen, sind allerdings noch eine Menge finanzieller Anstrengungen von Seiten der internationalen Staatengemeinschaft nötig.

Im Parlament findet am 4. Oktober eine Veranstaltung unter dem Titel "Mädchen - benachteiligt und chancenlos?" zu unterschiedlichen Aspekten der weiblichen Gesundheit in Entwicklungsländern statt, die aufgrund der engen thematischen Verknüpfung auch das Thema des weltweiten Bildungsnotstands von Mädchen und Frauen aufgreift. ExpertInnen internationaler Organisationen werden dabei die aktuelle Situation erörtern und aufzeigen, welche Möglichkeiten es zur Verbesserung auch für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit gibt. (Schluss) ps/mm

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